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Auf ein Neues:04.02.2026
Text: Horst E. Wegener
[font=Bembo]Im Zentrum des medialen Interesses steht seit jeher das Wettbewerbsprogramm, in dem anno 2026 22 Filme um den Goldenen und die Silbernen Bären konkurrieren, darunter ein Animationsfilm und ein Dokumentarfilm. Für das deutsche Kino gehen hier Beiträge des Oscar-Nominierten Ilker Catak („Gelbe Briefe“), der zweifachen Bären-Gewinnerin Angela Schanelec (mit der französischen Ko-Produktion „Meine Frau weint“) und Eva Trobischs Wettbewerbs-Debüt („Etwas ganz Besonderes“) ins Rennen. Während das Auswahlgremium um Berlinale-Chefin Tricia Tuttle für die Wettbewerbs-Sektion insgesamt keine Regie-Größen aus Hollywood einladen wollte oder konnte, und der US-amerikanische Arthousemarkt derzeit ebenfalls schrumpft, wird dem kinointeressierten Publikum ansonsten immerhin ein repräsentativer Überblick über den aktuellen Stand der weltweiten Independent-Filmproduktion geboten. Um Karim Ainouz[/font]´ [font=Bembo]„Rosebush Pruning“, ein Remake von Mario Bellocchios Familientragödie „Mit der Faust in der Tasche“, buhlt man beispielsweise schon länger in Festivalkreisen, auf der Berlinale feiert der Film mit Jamie Bell, Elle Fanning und Pamela Anderson nun seine Weltpremiere. Auch mit Kornél Mundruczós Entzugsdrama „At the Sea“ oder mit Lance Hammers „Queen at Sea“ als lang erwartetem Nachfolger zu dessen 2008er-Festivalerfolg „Ballast“ positioniert sich der Wettbewerb vielversprechend. Zum Auftakt des diesjährigen Cineasten-Reigens läuft der Liebesfilm „No Good Men“ der afghanischen Regisseurin Shahrbanoo Sadat; und mit Sicherheit wird die malaysische Schauspielerin Michelle Yeoh einen Hauch Starglanz auf die Bühne der Eröffnungs-Gala zaubern, wenn sie die Ehrenbären-Trophäe zuerkannt bekommt. Den Vorsitz über die Große Jury übernimmt Independent-Regiegröße Wim Wenders.[/font][font=Bembo] [/font]
Während Autogrammjäger und Fans sich vorm Festivalzentrum Berlinale-Palast unweit des Potsdamer Platzes aufbauen, um Stars und Sternchen beim Catwalk übern roten Teppich aus nächster Nähe zu beäugen, dürfte es Cineasten wie jedes Jahr verstärkt in eine der zahlreichen Neben-Sektionen der Berlinale drängen, in denen die neuesten Arbeiten bekannter Independent-Regiegrößen gezeigt werden. In der Classics-Reihe könnten Stummfilmfans eine restaurierte Fassung von G.W. Pabsts „Geheimnisse einer Seele“ bestaunen und die Retro widmet sich in diesem Jahr den 1990ern. Anno 2026 feiern die 76. Internationalen Filmfestspiele von Berlin zudem 40 Jahre Teddy Award und spendieren dieser Sektion eine Retro, die dem interessierten Publikum prämierte Highlights des queeren Filmschaffens in Erinnerung bringt.
Im vergangenen Jahr konnte man rund 340 000 Tickets an Berlinale-Besucher verkaufen. Und auch in diesem Jahr stehen die Chancen gut, ähnliche Zahlen zu erreichen, da Filmfestival-Fans nicht nur zur Freude der Berlinale-Chefin Tuttle stets mit „einer unstillbaren Neugier“ ins Kino drängen. Die US-Amerikanerin und Wahl-Berlinerin setzt das ins-Kino-gehen gern mit der Lektüre eines großartigen Buches gleich, von dem man von der ersten bis zur letzten Seite nicht lassen mag. So gesehen dürften eingefleischte Berlinale-Fans die diesjährige Abwesenheit der Mainstreamkinoproduktionen aus Hollywood nicht allzu schmerzlich vermissen. Und vorab diskutierte Festival-Highlights wie der Oscar-Favorit „Marty Supreme“ mit Superstar Timothee Chalamet, der zumindest außer Konkurrenz dem 76. Kinomarathon zusätzliche Glamourpunkte gesichert hätte, stehen nun eben landauf, landab ab Ende Februar im Kino unserer Wahl auf dem Programm. Alsdann: Auf ein Neues - Countdown läuft!
Infos & Tickets: Berlinale.de/program/ticket-info
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