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Deutschsprachiges Kino10.09.2025
Text: Thea Drexhage
Vielleicht ist dies ja eine Möglichkeit, das unabhängige deutsche Kino mehr in den internationalen Fokus zu rücken. Vielleicht ist es das Jahr für den deutschen Film. haben wir mit „In die Sonne schauen’ ebenfalls einen sehr starken Beitrag bei den diesjährigen oscars vertreten.
Bei der alljährlichen Trailershow betonte Festivalgründer Torsten Neumann, dass das deutsche Kino es nicht leicht habe, auch über die Grenzen hinaus zu strahlen. Dazu kommt, dass viele der kommerziell erfolgreichen deutschsprachigen Kinofilme mit immer wieder den gleichen Gesichtern in eine ähnliche Richtung schlagen. Wohlfühlkino, Rom-Com, Comedy - lediglich beim Streaming gelingt uns Deutschen ab und an ein internationaler Hit. Die ausgewählten Festivalbeiträge haben nun die Chance, einem internationalen Publikum zu zeigen, dass es auch ganz anders geht.
Einer dieser Filme ist „Danke für Nichts“ aus der Internationalen Reihe. Dieser wird Mittelpunkt der diesjährigen Filmfest-Gala im Oldenburgischen Staatstheater. Es ist das Regiedebüt von Stella Marie Markert – eine schwarzhumorige und gleichzeitig dramatische Coming-Of-Age Geschichte über eine handvoll junge Menschen, die in einer WG leben, und von welchen jede*r einen eigenen Ballast mitbringt. Im Zentrum all dessen ist Katharina, die es sich zum Ziel gesetzt hat, ihren 18. Geburtstag nicht mehr zu erleben. Diese wird gespielt von Lea Drinda, die zuletzt in den Streaming-Hits „Where is Wanda“ und „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ brillierte und aktuell auch in dem Erfolgsdrama „In die Sonne schauen“ über die Leinwand flackert.
Mit „Das Glück der Tüchtigen“ greift Regisseur Franz Müller ein ungewöhnliches Thema auf und zeigt das Familienleben der 29-jährgen Maja, gespielt von Katharina Derr, die ein scheinbar gewöhnliches Leben führt. Ehemann, zwei Kinder und einen Job. Sie eröffnet und
leitet einen Supermarkt. Doch es häufen sich die Zwischenfälle: Geldsorgen, kulturelle Differenzen, Lügen und irgendwo zwischem diesem Chaos eine Erkenntnis: das Glück liegt näher als man glaubt und lässt sich auch in den einfachen Dingen finden. Auch dieser Film wird in der Internationalen Reihe gezeigt.
Aus der Schweiz kommt mit „Ghost Bastard“ eine Weltpremiere, besetzt durch Aliyah Acar und Philippe Reinhardt in den Hauptrollen. Letzter ist tot, mausetot. Schafft es jedoch nicht, seinen Frieden zu finden und weiter ins Jenseits zu ziehen. Daher spukt er als Geist durch die Gegend. Elli, gespielt von Aliyah Acar, ist offenbar der einzige Mensch, der ihn sehen und hören kann. Und so entsteht eine ungewöhnliche Freundschaft, aus der beide für ihren zukünftigen Weg lernen können und für witzige und verwirrende Begebenheiten für die Menschen in ihrem Umfeld sorgen.
Maysoon wift den Fokus auf die gleichnamige ägyptische Archäologin, gespielt von Sabrina Amali, die mit ihrem Partner (Florian Stetter) und zwei Kindern in Berlin lebt. Als ihre Ehe zu zerbrechen droht, sieht sich Maysoon nicht nur dem Zerfall der eigenen Familienidylle gegenübergestellt, sondern auch einer drohenden Abschiebung, denn ihr Pass ist abgelaufen. Zudem wird sie eingeholt von ihrer eigenen politischen Vergangenheit während des arabischen Frühlings.Von ernst, bis witzig und makaber: der deutschsprachige Film ist facettenreich und kann auch auf der großen Leinwand mit tiefgründigen Themen punkten.
Info:
Das Oldenburger Filmfestival findet statt vom 10. – 14. September 2025.
Festivalcenter: Staulinie 11 geöffnet ab dem 1.9.
VVK ab dem 1.9. auf www.filmfestoldenburg.de, im Festivalcenter, der Tourismus Information und der Kulturetage sowie unter der: 0761 888499 99
Weitere Events:
Filmfest-Gala: 12.09.2025, 21 Uhr, Staatstheater VIP-Party: 13.09.2025, 23 Uhr, Polyester
Sunday Shorts: 14.09.2025, 12 Uhr, Casablanca
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