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Was? Wo? Wann?27.08.2025
Text und Foto: Thea Drexhage
Kultursommer, Summer in the City, Stadtfest – in den Sommermonaten beherrscht vor allem die Musik das Oldenburger Stadtbild, doch der September steht dafür ganz im Zeichen des Films. Cine k, Casablanca und das Theater Hof/19 werden wieder zu Spielorten für das außergewöhnliche Programm des 32. Oldenburger Filmfestivals. Der rote Teppich zur Eröffnung wird in diesem Jahr am 10. September vor dem Cinemaxx ausgerollt und rückt Gäste aus aller Welt in das richtige Blitzlicht – wer genau das sein wird, bleibt oft bis kurz vor Ankunft spannend. Bereits bestätigt sind bisher die Regisseur*innen Ben Leonberg, Vincent Grashaw, Louise Hémon und Chris Tapia Marchiori sowie die Schauspieler*innen John Connors, Dana Namerode sowie eine bekannte Tatortkomissarin – doch welche genau, das bleibt noch geheim. Vor dem roten Teppich wartet nicht nur die Presse mit ihren Kameras, sondern ebenso viele Hobbyfotograf*innen aus der Region, die auch in diesem Jahr wieder per Wettbewerb eingeladen werden, ihre ungewöhnlichsten Schnappschüsse einzureichen – zur Teilnahme ist eine Anmeldung bis zum 3.9. über die Homepage des Filmfests notwendig.
Treffpunkt für Filmenthusiasten ist wie immer das Festivalcenter, dieses liegt 2025 etwas versteckt an der Staulinie 11. Das mehrstöckige Gebäude wird durch Prof. Dr. Klaus A. Zugermeyer / die Pro Handelshof Verwaltungs GmbH zur Verfügung gestellt – ein besonderes Highlight soll dabei die große, begrünte Dachterrasse darstellen, die den Gästen noch einmal einen ganz neuen Blick über die Dächer Oldenburgs eröffnet. Neben Büro und Festivallounge, wo u.a. Kinokarten und Festivalmerchandise - natürlich wird es neue T-Shirts geben - erworben werden können, bietet das Gebäude auch Apartments, in welchen Schauspieler und Crews untergebracht werden können. Festivalmacher Torsten Neumann begrüßt, neben der anhaltenden Kooperation mit den Hotels der Stadt, diese ganzheitliche Möglichkeit. Prof. Dr. Zugermeyer ist ebenfalls sehr angetan von der neuen Zusammenarbeit und hofft, dass diese Form der kulturellen Nutzung auch ein Vorbild für kommende kreative Projekte sein kann. Weitere Neuerungen gibt es zudem in der Preisvergabe. Während in den letzten Jahren das Publikum über den besten Independent-Streifen abstimmen durfte, übernimmt dies in diesem Jahr aus organisatorischen Gründen die Fachjury. Es gäbe einfach zu viele Filme im Independent-Bereich, die dann mehrmals gezeigt werden müssen, was zu einem engen Zeitplan führt – allein in diesem Jahr werden 12 Filme in dieser Reihe ausgestrahlt. Das Publikum hat trotzdem Mitbestimmungsrecht und zwar beim Spirit Of Cinema Preis. Dieser zielt auf Filme außerhalb der Independent-Reihe, die trotzdem das „gewisse Etwas“ haben. Jene Streifen, die man auf der großen Leinwand sehen müsse, so Neumann. Zudem werden wieder der Audacity Award für besonders mutiges Kino, ein Preis für den besten Erstlingsfilm, Darstellerpreise und ein Preis für den besten Kurzfilm vergeben. Dies geschieht bei der Abschlussgala am 14. September im Oldenburgischen Staatstheater. So weit so gut, doch das Filmfest wäre nicht das Filmfest ohne ein wenig Provokation. Für hochgezogene Augenbrauen dürfte aktuell der Trailer sorgen. Dieser entstand mit Hilfe des portugiesischen Regisseurs Edgar Pera, welcher im letzten Jahr seinen KI-Streifen Telepathic Letters in Oldenburg vorstellte. Auch der neue Filmfesttrailer „The Great Disillusionment“ (dt. die Ernüchterung) spielt mit der künstlichen Intelligenz und holt H.G. Wells „Krieg der Welten“ nach Oldenburg. Einige filmische Videoansichten der Stadt werden eingebettet in eine sonst eher anonyme Stadtansicht mit generischen Gesichtern die heimgesucht wird von langbeinigen Monstern, auch der musikalische Hintergrund kommt dabei aus dem Computer. Einerseits ist es beeindruckend zu sehen, was mittlerweile mit KI möglich ist, andererseits hinterlässt es auch einen bitteren Beigeschmack, geht es beim Filmfestival doch vor allem darum, den Independent-Spirit zu feiern, das Filmemachen mit einfachen Mitteln, die großen Ideen, die kreativen Köpfe. Jene, die ihre Berufe selbst bedroht sehen von eben diesen neuen Möglichkeiten – und so fehlt in diesem Jahr eines spürbar im Trailer: die Seele.
Info:
Das Oldenburger Filmfestival findet statt vom 10. – 14. September 2025.
Festivalcenter: Staulinie 11 geöffnet ab dem 1.9.
VVK ab dem 1.9. auf www.filmfestoldenburg.de, im Festivalcenter, der Tourismus Information und der Kulturetage sowie unter der: 0761 888499 99
Anmeldung zum Fotowettbewerb bis 3.9.
Weitere Events:
Vorab-Film-Event im Polyester am 4.9. um 20 Uhr
Trailershow im Cine k Sommerkino/ Kulturplatz am 1.9. um 20 Uhr
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