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Es wird träumerisch09.07.2025



Text: Thea Drexhage Foto: Nilo Yamandi

Für viele junge Menschen sind Willow Parlo ein Soundtrack für das Erwachsenwerden, für die Suche nach Identität und Zugehörigkeit in einer komplexen Welt.
Dies geschah 2022 mit ihrer ersten, gleichnamigen EP. Darauf zu finden fünf lauschige Dream-Pop-Songs. Passend zum Bandnamen, der kein Name per se ist, sondern sich aus der jungen Bandgeschichte heraus entwickelte. Während der Pandemie war das Proben in geschlossenen Räumen ja nicht so einfach, weshalb sich die Band immer unter einer Weide (engl. Willow) traf und sich unterhielt (ital. Parlo). Kopf der Band ist Frontfrau Noemi Bunk, die ihre musikalischen Wurzeln im Jazzschlagzeug fand, bevor sie sich dem Gesang widmete. Als Sängerin ist sie das Aushängeschild von Willow Parlo. Ihre Stimme trägt eine besondere Wärme und Verletzlichkeit in sich, die sich in den unterschiedlichen Facetten der Musik widerspiegelt. Ob sanft flüsternd oder kraftvoll und voller Leidenschaft – Noemis Gesang nimmt das Publikum mit auf eine emotionale Reise. Darüber hinaus ist sie maßgeblich an der Komposition der Songs beteiligt, schreibt Texte und bringt ihre musikalischen Ideen in die gemeinsame Arbeit ein.
Mit ihren drei Mitmusikern kann sie seit der Veröffentlichung der ersten EP auf zahlreiche kleine und große Erfolge zurückblicken. Auftritte auf dem MS Dockville oder dem Reeperbahn Festival, quasi Heimspiel für die Gruppe aus Hamburg, sowie Support-Gigs für Philine Sonny, King Hannah oder Roller Derby. Trotz des plötzlich prall gefüllten Terminplans ließ auch neue Musik nicht lange auf sich warten und so erschien schon 2023 eine zweite EP mit dem Titel „See You Whenever“. Die fünf darauf enthaltenden Songs sind noch immer sehr träumerisch, wagen aber hier und da kleine Ausflüge hin zu mehr Gitarren, mehr Klarheit und mehr Energie. Es mag der Erfahrung geschuldet sein, dass „See You Whenever“ etwas durchdachter, etwas erwachsener klingt. In einem Interview begründete es Sängerin/Gitarristin Noemi damit, dass es plötzlich nicht mehr nur darum ging, Musik rauszubringen in der Hoffnung, dass sie jemand hört, sondern sich als Band zu festigen und strukturierter an den Aufnahme- und Songwritingprozess zu gehen. Durch die Wahl der englischen Sprache und des lockeren, verträumten Sounds fällt es schwer zu glauben, dass Willow Parlo aus dem rauen Hamburg kommen, könnte man sie genauso in der Indie-Szene Englands oder im sonnigen Kalifornien vermuten. Zudem öffnet die Sprache Türen für internationale Auftritte wie bei dem Showcasefestival Sonic City in Belgien oder eigenen kleinen Shows in London. Die Texte handeln dabei vom Coming Of Age, von persönlichen Themen wie dem Verlust geliebter Menschen. Doch auch bei solch traurigen Themen scheint immer irgendwo ein Hoffnungsschimmer durch. Willow Parlo mögen sich hier und da der Melancholie hingeben, doch in erster Linie vermitteln die Nummern ein Gefühl von Aufbruch, von Weite, Sehnsucht und Hoffnung. Wer sich selbst davon überzeugen möchte, hat schon bald die Chance der Band, umsonst und draußen zu lauschen. Am 18. Juli spielen sie auf dem Oldenburger Kultursommer um 19:30 Uhr.

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