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Lokal trifft international11.06.2025
Text: Thea Drexhage Foto: Pedro Barros
Darunter ist zum Beispiel die brasilianische Ausnahmekünstlerin Bia Ferreira, die am 17.7. auftreten wird und schon lange auf der Wunschliste der Veranstaltenden stand. Bia Ferreira singt, rappt, komponiert und spielt Klavier, Gitarre, Bass, Schlagzeug sowie Cavaquinho, ein viersaitiges Zupfinstrument aus Portugal und Djembé, eine einfellige afrikanische Trommel. Ihre Stimme nutzt Ferreira nicht nur für schöne Melodien, sondern für queere, schwarze und feministische Themen, die sie in ihrer Muttersprache portugiesisch singt. In Brasilien zählt Ferreira längst zu den ganz Großen und vereint heimatliche Sambaklänge mit modernen Soul, R&B und Rap-Elementen. Sie selbst nennt ihren Stil MMP – Música de Mulher Preta, was sich mit „Musik der Schwarzen Frau“ übersetzen lässt. So ernst ihre Anliegen auch sein mögen, am Ende führt vieles zurück auf ein ganz einfaches menschliches Bedürfnis, das alle verbindet: die Liebe. Den warmen brasilianischen Klängen gegenübergestellt finden sich einen Tag vorher Maldito aus dem kühlen Norwegen wieder. Die machen das, was Skandinavier am besten können: düsteren Blues, Progressive Rock und Metal – es muss schließlich auch im Juli Regentage geben. Doch dem harten Image zum Trotz scheinen auch bei Maldito immer wieder poppige Melodien und helle Momente durch. Sie gelten in Deutschland noch als absoluter Geheimtipp, haben aber u.a. schon beim Sender wie dem Deutschlandfunk Fans gefunden und werden den Schlossplatz am 16.7. zurück in die bluesigen 50er Jahre führen. Support bekommen sie dabei von zwei Oldenburger Bands. Den Metallern von Baraton und der Indie-Band Pilea – die an sich nicht unterschiedlicher klingen könnten aber am Ende doch das vereinen, was Maldito ausmacht - ordentlich Krach und sanfte Melodien. Ein Highlight aus Deutschland dürfte zudem am 19. Juli Dominik Hartz darstellen, welcher in den letzten Jahren mit seinem Indie-Pop mit Hip-Hop-Elementen vor allem bei den jüngeren Leuten schwer im Trend liegt und auch schon auf dem Watt En Schlick begeisterte. Der 1997 geborene Musiker stammt aus Lübeck und studierte Schauspiel in Berlin und erlangte bereits die ein oder andere große Rolle an den Theatern der Hauptstadt. Nebenher arbeitete er jedoch immer an Musik, flackerte 2017 kurz in der Castingshow The Voice auf Germany über die Bildschirme und veröffentlichte zwei Jahre später die erste eigene Platte bevor er dann nach der Pandemie mit ausverkauften Headlinertouren durchstartete und vor allem ein Publikum U25 begeisterte. Für die ganz jungen Fans hat der Kultursommer in diesem Jahr die allseits beliebten Blindfische und Ich & Herr Meyer eingeladen – zusätzlich wird es wieder ein buntes Familienprogramm mit Theater, Seifenblasen und Mitmachprogram auf dem Cäcilienplatz geben, denn der Kultursommer beschränkt sich nicht nur auf den Schlossplatz, er zieht auch in die Oldenburger Museen und an andere Open-Air-Orte. Die ungewöhnliche Interpretation des shakespeare’schen Sommernachtstraums kehrt an mehreren Terminen zurück in den Schlossgarten und im Schlossinnenhof findet wieder ein Open Air Kino mit aktuellen Streifen wie Konklave oder A Complete Unknown – aber Achtung, sowohl für Kino als auch Theater müssen Tickets gekauft werden. Gratis geht’s indes neben der Lambertikirche weiter, wo erneut der Frei.Zeit.Gang einzieht und vor allem elektronische Musik auf die Bühne bringen wird, zum Beispiel unter dem Motto „Fancy Flinta* Fergnügen“ am 16.7., an welchem die Artists Taina und Frie auflegen werden. Ab 16 Uhr unter der Woche und 14 Uhr kann man im Freizeitgang verweilen und nicht nur DJ-Sets genießen, sondern viele weitere Aspekte der Oldenburger Subkultur kennenlernen. Lokale Künstler werden vor Ort sein, hier und da ist auch das OCM mit kleinen Mitmachaktionen dabei.
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