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Fair Weather Fest11.06.2025
Text und Fotos: Thea Drexhage
Das zweitägige Programm war straff organisiert: 30 Minuten pro Band, um eine möglichst flache Hierarchie im Line-Up zu gewährleisten. Ein gut nachvollziehbarer, aber stellenweise auch bedauernswerter Schritt, denn die Künstler*innen wurden so gut ausgewählt, dass man Vielen gern länger zugehört hätte. Man musste als Gast flott auf den Beinen sein, um ja nichts zu verpassen, denn Pausen gab es im Timetable nicht. Deutlich zu spüren beim Fair Weather Fest war, dass es eine Veranstaltung von Musikliebhabern fernab von kommerziellen Gedanken ist – Clubs und Musik, mehr nicht. Keine überteuerten Essenstände, schließlich kann man sich im Viertel ja bestens selbst versorgen, oder Getränke, keine fragwürdigen Sponsoren oder unnütze Plastikwerbemittel. Stattdessen das gemeinsame Feiern einer DIYSubkultur, wie sie viele Bands und Gäste schon lange verloren geglaubt hatten. Die 26 Bands reizten das Spektrum der genannten Genres in alle Richtungen aus. Der Freitag startete im Skate-Shop Titus mit Garagenpunk von den Bremern Empty Bones, machte Ausflüge in den Power Pop von Baby Of The Bunch, wurde richtig Emo mit den Leipzigern von Fume Tea Heather nur um den Gästen dann Hardcore Punk von The Pill um die Ohren zu feuern – und so ging es immer weiter bis zum großen Finale mit Berliner Punk von Smile and Burn. Mal laut, mal leise. Der Freitag punktete außerdem damit, dass kaum eine Band ohne Flinta*Person auf den Bühnen zu finden war. Der Samstag startete ganz gemächlich im Plattenladen Black Plastic, wo The Deadnotes und Travels & Trunks ein Akustikset spielten, bevor dann in der Lila Eule die Verstärker von den schwedischen Mundane angeworfen wurden. Nachmittags dann eines der Highlights für viele: die Veranstalter Phantom Bay. Das Lagerhaus ist voll. Die Stimmung ausgelassen. Auf und vor der Bühne strahlende Gesichter und am Ende des Sets die Ankündigung: Das Fair Weather Fest geht am 5.- 6. Juni 2026 in die zweite Runde. Karten können bereits auf Tixforgigs gekauft werden, um den Veranstaltenden hoffentlich etwas Planungssicherheit für das nächste Jahr zu geben. Auf diese gute Nachricht folgen noch ein paar musikalische Highlights: Emperor X, akustisch, politisch, talentiert in der Lila Eule, die Deadnotes nun endlich auch mit Verstärker im Lagerhaus und Shoreline aus Münster, die das Festival mit einem wahnsinnig energiegeladenen Set beenden. Was bleibt? 400 zufriedene Gäste und die Vorfreude auf 2026.
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