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Liebe Leserinnen und Leser22.07.2020

Oldenburg präsentiert sich gerne als Fahrradstadt und doch haben sich die Verkehrsplaner*innen in der Vergangenheit nicht gerade durch innovative Konzepte für die Förderung des Radverkehrs hervorgetan. Ganze zwei Fahrradstraßen gibt es in der Stadt und wenn mal ein Radweg verbreitert werden soll, gibt es lange Diskussionen, ob dies nicht den Bus- oder Autoverkehr zu sehr behindert. Andere Städte machen es vor: Egal ob Brüssel, Paris, Kopenhagen oder Groningen, hier hat schon lange ein Umdenken eingesetzt und hier gilt das Auto nicht mehr als Maß aller Dinge. Hier lautet das Motto: Bietet man Radfahrenden eine gute Infrastruktur an, dann wird sie auch genutzt. Das Resultat: nachhaltiger Verkehr und attraktive Städte. Übrigens ohne die hierzulande oft beschworene Gefahr eines niedergehenden Einzelhandels.
Der Entwurf für die Umgestaltung der Nadorster Straße setzt hier die richtigen Akzente. Radfahrende und Fußgänger*innen bekommen mehr Platz und ihre Sicherheit wird erhöht. Dafür müssen Parkplätze und ein paar Meter Straße weichen. Der Entwurf der Ingenieur*innen hat das Zeug dazu, zu einer Blaupause für andere Straßen in Oldenburg zu werden, die unter den gleichen Problemen leiden: zu viele Autos, zu viel Stau und zu viele Emissionen. Doch hat das Konzept überhaupt eine Chance umgesetzt zu werden? Wenn Oberbürgermeister Krogmann von einem mutigen und innovativen Entwurf spricht, dann darf man sich fragen, warum ein Konzept, das bei unseren Nachbarländern bestens funktioniert, so mutig sein soll? Vielmehr müssen die Verkehrsplaner*innen und Verkehrspolitiker*innen den Mut finden, das Konzept umzusetzen, anstatt doch wieder auf partikulare Interessen zu hören, die am Status quo festhalten wollen. Dann könnte die Übermorgenstadt vielleicht in der Gegenwart der Verkehrsplanung ankommen – zumindest auf  800 Metern in Nadorst.  
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