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Kreative Gemeinschaft08.07.2020



In der Oldenburger Bandszene trifft man eher wenige Bands, die ihre Texte auf Deutsch verfassen. Monotongrau trauen sich eben das und verfassen ihre Musik in ihrer Muttersprache. Anfang des Jahres stieß Sängerin Andrea zu den drei Musikern und für die Zukunft hat sich das Quartett viel vorgenommen.
„Wir machen schon sehr lange zusammen Musik und Ende letzten Jahres haben wir eine Sängerin gesucht und Andrea gefunden“, so Schlagzeuger Markus. Mit Gitarrist Björn Rautenberg und Bassist Björn Koch macht er schon lange zusammen Musik, doch nachdem der Sänger ihrer alten Band das Handtuch warf, hing die Gruppe erstmal für einige Zeit in der Luft. „Wir haben dann überlegt, wie wir überhaupt jemanden finden können, normalerweise nimmt man ja jemanden aus dem Freundeskreis“, so Markus. Da war aber gerade niemand passendes verfügbar, also schaltet die Gruppe eine Kleinanzeige. „Ich hing auch ein bisschen in der Luft und habe geschaut, was es für Möglichkeiten gibt“, erinnert sich Andrea. Das Trio schickt ihr daraufhin einiges Material, Songideen und Strukturen, die gemeinsam im Proberaum erarbeitet wurden. Die Musik kommt bei der Sängerin an und sie entwickelt eigene Ideen zu Melodien und Texten. „Wir haben über 1 Jahr lang zusammen gejammt und da ist viel entstanden“, ergänzt Bassist Björn. „Die Herausforderung war natürlich, dass die Jungs nicht nur jemanden zum Singen gesucht haben, sondern auch jemanden, der die Texte schreibt“, so Andrea.
Musikalisch sieht sich die Band im Indie-Pop verortet, ohne sich dabei in eine Schublade stecken zu lassen. „Es ist immer schwer zu sagen, die Songs entstehen einfach und wir haben nicht das Ziel, wie eine bestimmte Band oder eine bestimmte Richtung zu klingen“, beschreibt Gitarrist Björn die Ausrichtung der Band. Letzteres liegt auch daran, dass Monotongrau ihre Songs in echter Bandarbeit schreiben. „Oft kommt jemand mit einer Idee und dann geht es Ping Pong umher und jeder fügt seine eigenen Ideen hinzu“, erklärt Bassist Björn den kreativen Prozess der Gruppe. So durchlaufen die Lieder eine stetige Entwicklung. „Manchmal machen wir auch einfach eine Jamsession und am Ende stehen erste Teile eines Songs“, so Markus weiter. Dieses Band-Prinzip wird auch bei den Texten durchgehalten. Andrea kommt mit Ideen und bringt diese in die Gruppe ein, die dann ihren Input zurückbringt. „Davon lebe ich, denn die Jungs haben immer gute Ideen und man muss bei deutschen Texten auch aufpassen, dass es nicht zu kitschig wird“, ergänzt Andrea. Wie es der Name Monotongrau vermuten lässt, geht es in den Texten nicht um die heile Welt, sondern eher etwas melancholischer zu.
Bei so viel Gemeinschaft warf die Corona-Krise natürlich auch ein wenig Sand ins Bandgetriebe. Gerade wollte sich die Gruppe anschicken, die fertigen Songs aufzunehmen, schlug das Virus zu. Geprobt werden konnte dann auch nur per Video-Call und an erste Konzerte war erstmal gar nicht zu denken. „Wir haben im Lockdown dann über das Internet dreimal die Woche geprobt, eigentlich mehr als sonst“, so Andrea. Ein Ersatz für den Proberaum ist die digitale Welt jedoch nicht, denn der kommunikative Aspekt fehlt größtenteils. Dennoch macht die Band aus der Not eine Tugend und nimmt ihren Song „Wovon träumt er“ auf, den man nun auf ihrem YouTube-Kanal finden kann. Ein erstes musikalisches Lebenszeichen, das zeigt, wohin die musikalische Reise gehen wird. Darüber hinaus erlauben es die Lockerungen der Band nun auch, sich wieder mit den Songaufnahmen zu beschäftigen. „Dann gilt es natürlich auch, dass wir als Band so gefestigt werden, dass wir uns auf Konzerte bewerben können und dann auch Auftritte spielen können“, so Markus..

Text und Foto : Christoph Kienemann

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