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Clubs in großer Not28.05.2020

Clubs in großer Not

Text  |  Horst E. Wegener

Seit Mitte März befinden sich Livemusikclubs und Discos nun schon republikweit im Corona-bedingten Lockdown, bleiben Bühnen und Tanzflächen verwaist. Auch wenn jetzt wieder vielerorts Lockerungen für einzelne Branchen praktiziert oder in Aussicht gestellt werden, ist von einer Öffnung für Clubs und Livemusiklocations nie die Rede.
„Clubs und Discotheken waren nicht nur die ersten, die schließen mussten, sondern werden auch die letzten sein, die wieder an den Markt gehen“, heißt es in einer Pressemitteilung des Bundesverbandes deutscher Discotheken und Tanzbetriebe (BDT). Um hier einer sich abzeichnenden Insolvenzwelle in den Sommermonaten möglichst den Riegel vorzuschieben, regt BDT-Präsident Hans-Bernd Pikkemaat Rettungsfonds mit direkten Finanzhilfen oder einer Fixkostenerstattung „nach österreichischem Vorbild“ an, plädiert er für die Einführung des reduzierten Mehrwertsteuersatzes auf Getränkeumsätze, zumindest aber auf Eintritts- und Garderobengelder sowie den Wegfall der Vergnügungssteuer. Es sei schlichtweg nicht nachvollziehbar, so Pikkemaat „dass diese antiquierte Bagatellsteuer in zahlreichen Gemeinden immer noch erhoben wird und zu einer erheblichen Wettbewerbsverzerrung und unzumutbaren finanziellen Belastung führt“.  Auch die Verantwortlichen von rund 30 Musikclubs und -spielstätten der Republik dringen in einem offenen Brief auf neue Rahmenbedingungen seitens der Politik für ihre notleidenden Betriebe. Ob Pier2, Aladin Music Hall oder Modernes in Bremen, Gruenspan und Docks in Hamburg, halle2 in Heidelberg, Batschkapp in Frankfurt/Main oder Harry Klein in München - der Liquiditätsbedarf der unterzeichnenden Livemusik-Locations – und nicht nur dieser - sei durch die lange Zeitspanne des Veranstaltungsverbotes so hoch, „dass Banken in vielen Fällen nicht gewillt sind, notwendige Obligos einzugehen, da der Zeitpunkt der Rückkehr zum Geschäftsmodell ungewiss ist“. Vor allem mittelgroße Unternehmen ab 50 Mitarbeitern erhalten laut den Unterzeichnern des offenen Briefes „entweder keine weiteren Kredite oder müssen außergewöhnlich viel Eigenkapital und Sicherheiten stellen“. Zudem bleibe eine Sockelbelastung durch Fixkosten, die nicht eingespart werden können. Um die aktuelle Situation zu überstehen, so die grundsätzliche Forderung der Musikclub-Initiative, benötige man deshalb „neben einer zweiten Soforthilfe auch bereits jetzt eine Diskussion möglicher Änderungen der Rahmenbedingungen für die nähere Zukunft, um unsere Chancen auf einen sinnvollen Weiterbetrieb einschätzen zu können“. Wenn nichts passiert, drohe ein wichtiges Stück Kulturgut verloren zu gehen. Immerhin tragen Livemusikclubs und Discotheken maßgeblich zur Attraktivität und Lebensqualität einer Stadt oder Gemeinde bei und sind immer noch die beliebteste Freizeitbeschäftigung am Wochenende. Das soll auch nach Corona so bleiben – oder?

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