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Neues aus der Hauptstadt: Merkwürdigkeiten26.07.2019

Text: Horst E. Wegener

Beim Bezirksamt bekommen wir nur die lapidare Antwort, dass es sich auch bei weggeworfenen oder achtlos fallengelassenen Gummibändern um „Verstöße nach dem Berliner Straßenreinigungsgesetz, die mit Bußgeldern bis zu 10.000 Euro (gesetzlich angedrohtes Höchstmaß) geahndet werden können. Im Regelfall werden jedoch Verwarnungsgelder zwischen 20 und 35 Euro erhoben“. In diesem Fall passiert aber bisher weder das eine noch das andere. Der Grund dafür laut Bezirksamt: „Entscheidend ist und bleibt, dass eine eindeutige Zuordnung eines Verstoßes zu einer bestimmten (natürlichen oder juristischen) Person erforderlich ist.“ Und wer, bitteschön, sollte den zweifelsfreien und gerichtsfesten Nachweis erbringen, wer wo welches Gummiband verloren hat?
Über die juristischen Personen, die als Tatverdächtige für die illegale Müllablagerung in Frage kommen, teilt die Deutsche Post auf Anfrage mit, ihre Briefe nur bei der Zustellung an größere Firmen oder in Hochhaussiedlungen mit Gummibändern zu bündeln. Von der ebenfalls die Hauptstadt beackernden Pin AG war zu hören, man nutze solche Bänder, aber die Zusteller seien darauf bedacht, sie zu sammeln und wiederzuverwenden. Aber natürlich sei nicht auszuschließen, dass hin und wieder mal ein Gummi verloren gehe.
Das Phänomen des Verlusts von Gummibändern durch Postdienstleister ist nicht neu: Die Organisation „Keep Britain tidy“ hält der Royal Mail seit Jahren vor, massenweise Gummibänder in der Umwelt zu entsorgen. Nach eigenen Angaben verbraucht die staatliche britische Post jährlich 338 Tonnen Gummibänder, verweist aber darauf, dass die Gummis biologisch abbaubar seien.
In Berlin sollen künftig Waste Watcher darauf achten, dass natürliche und juristische Personen sich reinlicher verhalten. „Sauberes Berlin“ heißt das Programm des Senats, das stadtweit 100 Müllsheriffs vorsieht. Unwahrscheinlich, dass frisch ausgebildete Waste Watcher sich im Neuköllner Clan-Land in Sachen saubere Umwelt sofort mit arabischen Großfamilien oder in anderen Vierteln mit großen Postfirmen anlegen. Übungshalber könnten sie vielleicht niedrigschwellig einsteigen und es bei natürlichen Personen mit sanfter Pädagogik versuchen. Gute Ratschläge sollte in diesem Fall jene Pantominetruppe in petto haben, die im Vorjahressommer lärmberuhigend touristische Hotspots ablaufen durfte! Über den damaligen (Miss)-Erfolg deckt der Senat bis heute gern das Mäntelchen des Schweigens – Schwamm drüber, nächster Versuch, neues Glück. Ist ja nur das Geld des Steuerzahlers, das da verplempert wird.

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