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In Kontakt geblieben: Lassen aus Bremen und Oldenburg24.07.2019



Die meisten Bands finden sich wohl in der Schulzeit oder dem Studium zusammen. Zu dieser Zeit hat man noch viel Elan, Energie und natürlich genügend Freizeit, um sich in ein Bandabenteuer zu stürzen. Später, wenn die Zeit knapper wird und man sich mit den Unwägbarkeiten der Arbeitswelt auseinandersetzen muss, verliert sich so manche Band aus den Augen. Die Mitglieder von Lassen kennen sich ebenfalls schon aus Jugendtagen in Osnabrück, aus den Augen verloren hat sich das Trio aber nie.
„Uns verbindet eine lange gemeinsame Geschichte“, erinnert sich Jott-Pe, „da haben wir schon zusammen Musik gemacht. Allerdings ergabt es sich dann, dass wir in aller Herren Länder verstreut waren.“ Von Freiburg bis Berlin verteilen sich die Bandmitglieder über die Republik. Vor ein paar Jahren ziehen alle drei dann aber wieder in den Norden. Aus dem vorher eher sporadischen Kontakt, wird nun wieder ein intensiver Austausch. „Dann haben wir gesagt, wenn wir jetzt alle wieder im Norden sind, wollen wir auch wieder Musik machen.“ Allerdings sollte es nicht bei einem bloßen Revival bleiben, sondern die Musik sollte sich weiterentwickeln. „Früher haben wir ziemlich anspruchsvolle Musik gemacht, wir haben uns am Progressive Rock orientiert, an Peter Gabriel, Genesis an Art-Rock-Bands wie King Crimson orientiert, jetzt sollte es gelassener sein“, so Jott-Pe. Der Spaß sollte nun im Vordergrund stehen. Lassen spielen heute eine vielfältige Mischung, deren Grundgerüst der Rock ist. Die Songs weisen so Einflüsse vom Punk, Jazz, Folk und neuerdings auch wieder vermehrt aus dem Prog-Rock. „Jedes Stück soll einen eigenen Stil widerspiegeln, aber der Rahmen bleibt der Rock“, so Jott-Pe.
Neben Gitarrist Jott-Pe bilden Bassist Lars und Schlagzeuger Lutz Lassen. Das Trio hat während seiner langen musikalischen Aktivitäten die unterschiedlichsten Stile ausprobiert, von der Big Band bis zur Indie-Band und führt diese nun wieder zusammen. Das Songwriting funktioniert derzeit nach dem Mastermind-Konzept. Bassist Lars schreibt die meisten Stücke der Band und gemeinsam mit Schlagzeug entsteht so zuerst die Rhythmussektion von Lassen. Auf dieser Grundlage fügt Jott-Pe dann die Gitarrenparts hinzu. So entsteht eine Musik, die sich durch ihre groovende Rhythmus-Sektion und druckvolle Gitarrenparts auszeichnet und immer wieder durch Einsprengsel aus unterschiedlichen Stilrichtungen angereichert wird. „Unser Bassist schafft es unglaublich, immer wieder kreative Energien frei zusetzen.“ Schlagzeuger Lutz übernimmt zudem noch den Gesang, womit Lassen ein quasi Alleinstellungsmerkmal aufweisen.
Zur Musik gekommen sind die Mitglieder des Trios  auf ganz unterschiedlichen Wegen. Jott-Pe lernte schon als zehnjähriger Gitarre spielen, Schlagzeuger Lutz wurde die Musik schon familiär in die Wiege gelegt, während Bassist Lars erst in der Oberstufenzeit seine Liebe zur Musik entdeckte und sich in kurzer Zeit viel Wissen und Können aneignete. Mit Anfang 20 findet sich das Trio dann zu ihrer ersten Band zusammen. „Musik war damals einfach sehr wichtig und gerade Live-Musik hatte eine große Bedeutung“, so Jott-Pe. Heute sei das Niveau zudem viel höher: „Damals war es doch sehr autodidaktisch.“  Als sich die Gruppe wieder zusammen fand, musste man zudem ohne Proberaum auskommen. Stattdessen probte man im Wohnzimmer über Kopfhörer. Diese Kopfhörerproben werden dann zum Markenzeichen der Band. Inzwischen haben Lassen ca. 20 Auftritte absolviert, von denen zuletzt der Gig auf dem Open Air in Worpswede in Erinnerung geblieben ist: „Die Rückmeldungen sind einfach wichtig und wenn man seine Musik nicht auf die Bühne bringt, stirbt irgendwann die Kreativität.“ Demnächst wollen Lassen sich dann mit den Aufnahmen der eigenen Songs befassen und schon die nächste Open-Air-Saison anpeilen.  
 
Text und Foto: Christoph Kienemann

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