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Wochenzeitung DIABOLO:
Den ländlichen Raum fördern
Wissenschaftsministerium startet Reihe von Regionalkonferenzen25.10.2018

<i>Wochenzeitung DIABOLO:</i><br />Den ländlichen Raum fördern<br />Wissenschaftsministerium startet Reihe von Regionalkonferenzen

text  |  Christoph Kienemann

Unter dem Titel Landkult(o)ur hat das niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur eine Reihe von Regionalkonferenzen ins Leben gerufen, in denen gemeinsam mit Kulturschaffenden, Verbänden, Politik sowie Bürgerinnen und Bürgern neue Konzepte entwickelt werden sollen, um dem Wandel in den verschiedenen Regionen Niedersachsens zielgerichtet zu begegnen. Die erste Konferenz fand am 22. Oktober in Lingen statt, der nächste Termin soll am 23. November in Peine folgen.

Kleine, oftmals ehrenamtlich organisierte Kultureinrichtungen tragen durch ihr vielfältiges und partizipatives Angebot insbesondere in ländlichen Gebieten entscheidend zur Attraktivität ihrer jeweiligen Region bei. Für die gesellschaftliche und auch für die wirtschaftliche Entwicklung leistet die Kultur im ländlichen Raum einen wichtigen Beitrag, schließlich konkurriert das Umland mit den Zentren um Fachkräfte und auch die wollen Kultur erleben können. Natürlich profitieren auch die Menschen von einer lebendigen Kulturlandschaft, die schon länger in einem Ort wohnen. Letztlich bietet Kultur den Menschen Orientierung in der Gesellschaft und hält Diskussionen über Werte und Normen lebendig. Allerdings stellen Veränderungen wie der demographische Wandel, die Digitalisierung und nachlassendes ehrenamtliches Engagement insbesondere kleine Kultureinrichtungen vor neue Herausforderungen.
So vertritt auch der niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler (CDU) die Auffassung, dass die Kultur im ländlichen Raum gestärkt werden müsse. Auf der ersten Station der Landkult(o)ur widmete sich Thümler daher der Frage, inwieweit Kultur ein Standortfaktor sein kann und welchen Stellenwert die kulturelle Bildung auf dem Land einnehmen sollte. Ebenfalls auf der Tagesordnung standen grundsätzliche Fragen. Wie kann Kultur auf dem Land sinnvoll und nachhaltig gefördert werden und welche Rahmenbedingungen braucht gesellschaftliches Engagement? Für den Minister ist die Förderung der Kultur eine staatliche Pflichtaufgabe, in die in Zukunft nach Möglichkeit mehr Geld fließen soll. Ein Versprechen, dass man im ländlich geprägten Niedersachsen sicherlich gerne hören wird.
Mit der Landkult(o)ur versucht das Ministerium für Wissenschaft und Kultur, gezielt Räume in den Blick zu nehmen, die bisher eher von der Politik vernachlässigt wurden. In Niedersachsen leben 50% der Bevölkerung in ländlich geprägten Räumen, in denen die Versorgung mit kulturellen Angeboten nicht immer vorbildlich ist. Daher wird die Landkult(o)ur noch Station in Peine, Osterode, Buxtehude und Norden machen. Der Zuspruch zur ersten Veranstaltung in Lingen war groß. Insgesamt besuchten ca. 170 TeilnehmerInnen die Workshops, die sich unter anderem aus VertreterInnen von 50 niedersächsischen Kultureinrichtungen zusammensetzten. Die letzte Regionalkonferenz soll im März 2019 stattfinden, anschließend sollen die Ergebnisse in einer weiteren Veranstaltung vorgestellt werden.

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