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Wochenzeitung DIABOLO:
Vitalität schaffen
Grünflächenentwicklung in Oldenburg19.07.2018

<i>Wochenzeitung DIABOLO:</i><br />Vitalität schaffen<br />Grünflächenentwicklung in Oldenburg

text und foto  | christoph kienemann

Parks, Grünzüge, Wälder und Bäume stellen einen entscheidenden Bestandteil für die Lebensqualität der BürgerInnen dar. Schließlich wohnen 75 Prozent der BundesbürgerInnen in Städten und nicht auf dem Dorf in der freien Natur. Auch Oldenburg sieht sich als Stadt im Grünen und rühmt sich seiner Gärten. Doch profitieren alle BürgerInnen von diesen Anlagen und wird auch dafür Sorge getragen, dass Grünflächen in Neubaugebieten nicht zu kurz kommen?

Parks- und Grünflächen in Städten sind ein unschätzbarer Faktor für die Lebensqualität der Menschen. Städtische Grünflächen sorgen für ein attraktives Wohnumfeld und bieten gleichzeitig einen Lebensraum für Insekten, wie Schmetterlinge oder Bienen. Argumente für eine gute Versorgung mit Stadtgrün gibt es viele. Parks und Grünflächen tragen zu einem positiven nachbarschaftlichen Zusammenleben bei, fördern die Gesundheit der BürgerInnen, wirken Umweltbelastungen entgegen und schützen das Klima durch die Speicherung von CO2. In Oldenburg finden sich auf den ersten Blick viele Parks und Gärten, die zur Naherholung einladen. Der Schlossgarten und der Wunderburgpark wurden noch von den Oldenburger Grafen angelegt. Im Everstener Holz kann ausgiebig gejoggt werden und mit dem Bürgerbusch gibt es im Stadtnorden einen kleinen Stadtwald. Mit dem Utkiek verfügt die Stadt zudem über einen reizvollen Landschaftspark. Doch bei einem Blick auf den Stadtplan fällt auf, dass vor allem das Zentrum von den grünen Erholungsräumen profitiert, während die Ränder eher unterversorgt sind, hier muss man eher die Stadtgrenze überschreiten, um Natur zu erfahren.
Da Oldenburg weiter eine wachsende Stadt bleiben wird, ergeben sich auch beim Thema Grünflächen neue Herausforderungen. Wohnen in höherer Dichte erfordert schließlich eine bessere Nutzung von öffentlichen Plätzen und Grünanalagen, um den Menschen notwendige Freiräume bereitzustellen. Nachverdichtungen in den Stadtteilen und neue Bauprojekte am Fliegerhorst, in Eversten oder im Neubaugebiet „Am Bahndamm“ prägen derzeit die Stadtentwicklung. Dadurch gehen der Stadt erhebliche Grünflächen verloren. Die Ausweisung des Weißenmoores als Baugebiet sorgte daher auch für große Proteste der BürgerInnen. Dennoch ist die Stadt bemüht, den Menschen eine grüne Infrastruktur zur Verfügung zu stellen. Seit Ende 2017 wird daher an einem „Masterplan Grün“ gearbeitet. Letzterer soll eine strategische Planung für die Entwicklung des Stadtgrüns darstellen. Vorgesehen ist dabei auch eine Vernetzung von Inhalten des Landschaftsrahmenplanes, des Spielplatzplanes und des Stadtentwicklungskonzeptes Step 2025.
Ein Blick auf die in der Vergangenheit durchgeführten Maßnahmen zeigt aber, dass die Stadt beim Thema Grünflächen eher von der Substanz lebt und nur stellenweise Verbesserungen herstellt. So hat der zuständige Fachdienst Stadtgrün in den letzten Jahren Aufwertungen am Flötenteich durchgeführt oder die Standortbedingungen von Bäumen verbessert. Ein größeres Projekt fand erst in diesem Jahr einen Abschluss: die Eröffnung des Stadtteilparks Ofenerdiek. Hier wurden zahlreiche neue Freizeitmöglichkeiten geschaffen. Dazu gehören ein Multifunktionsfeld für Sport, eine Beachvolleyballanlage und eine Kletterlandschaft. Die Aufwertung des Stadtnordens ließ sich die Stadt 500.000 Euro kosten. „Gut investiertes Geld, denn die Lebensqualität im Stadtteil wird damit eindeutig steigen“, erklärte Stadtbaurätin Gabriele Nießen zur Eröffnung des Parks. Weitere Maßnahmen, die in Zukunft anstehen, sind beispielsweise die Realisierung des Grünzuges am Baugebiet Eversten West und die Grünflächen am Baugebiet „Am Bahndamm“. Eine weiteres Ziel der Stadtverwaltung bleibt auch der Ausbau des „Grüne Wegesterns“. Oldenburg verfügt über 16 Grünachsen, mit denen man als RadfahrerIn oder FußgängerIn von den Außen- in die Innenbezirke der Stadt gelangen kann. Diese Verzahnung der Siedlungs- und Landschaftsräume soll in Zukunft intensiviert werden. Mit der Fertigstellung des Masterplans Grün ist derweil im Herbst 2018 zu rechnen.

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