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Musik in Open-Air-Atmosphäre22.07.2020



Text : Horst E. Wegener

Wem Konzerte bei diesem teils sommerlich schönen Wetter fehlen sollten, der geht mit den Open-Air-Veranstaltungen im Park der Gärten in puncto Corona definitiv auf Nummer Sicher. Und sofern man irgendwann schon mal einen Liveauftritt von Maybebop miterleben durfte, kann darauf vertraut werden, dass einem das A-Cappella-Quartett aus Hannover aus vorgegebenen Wörtern des Publikums spontan etwas texten mag, das alsdann in trauter Viersamkeit mal jazzig oder poppig, verrockt oder als HipHop-Nummer vorgetragen wird.
Derzeit lotet das Ergebnis höchstwahrscheinlich COVID-19-Themen aus, wird in schönster Stegreif-Manier vom einzig verbliebenen Gründungsmitglied Oliver Gies und seinen Gesangsbrüdern Lukas Teske, Jan Bürger sowie Christoph Hiller drauflos gejuxt; als Evergreen im A-Cappella-Format fahren sowohl „Bohemian Rhapsody“ von Queen als auch das verjazzte „Air“ unter Garantie Applaus ein. Insoweit müssen wir dem schon vor Jahren gefällten Urteil der Saarbrücker Zeitung Recht geben, die diese Jungs-Truppe aus Hannover als „beste a-cappella-Band Deutschlands“ bezeichnete.
Rückblickend war es dennoch ein mühsamer, langer Weg hin zur „Group of the Decade“, so die aktuellste Auszeichnung für Maybebop, die ihnen in diesem Frühjahr in den USA zuerkannt worden war. Die Ursprungsbesetzung hatte sich 1993 an der hannoverschen Musikhochschule als Studentengruppe zusammengefunden, um hobbymäßig um die Wette zu swingen.  Leben konnten die Bebop-Fans von ihrer Sangeskunst allerdings erst ab 2001, nachdem sich die mehrfach umbesetzte Formation auf ihr derzeitiges musikalisches Hitpotpourri verständigen wollte.
Und nur wenige Tage drauf geht es im Park der Gärten weiter mit Stefan Gwildis: Der hat als Sohn eines Reifenhändlers und einer Hutmacherin schon in jungen Jahren neben seiner frühen Vorliebe für Soul auch die Chansons der Knef entdeckt. Anno 1958 in Hamburg geboren feierte Gwildis Erfolge als Kabarettist, Schauspieler und Musicalkomponist. Bis ihn Ende der 1990er die vorgezogene Midlifecrisis überkam: Die Beziehung zur langjährigen Lebensgefährtin Anna, die bis dahin fast alle Texte für Gwildis geschrieben hatte, ging in die Brüche.  Einer inneren Stimme Gehör schenkend, wagte der Vollblutmusiker den Neuanfang  als Sänger und Solokünstler. Doch leider war es für seine Idee vom auf Deutsch gecoverten Soulklassikalbum noch zu früh, hielt man dies um die Jahrtausendwende herum für eine ausgesprochene Schnapsidee. Zig Jahre und diverse Alben später würde niemand mehr diese Idee belächeln. Der Erfolg gibt Stefan Gwildis recht.

Maybebop und Stefan Gwildis
5.8. und 19.8. im Park der Gärten Bad Zwischenahn

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