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Lokal bis International20.02.2020



Text  |  Horst E. Wegener
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Ohne das nimmermüde Engagement der Musikerinitiative Bremen, kurz: MIB, wäre es um die kulturelle Vielfalt in der Wesermetropole wohl um einiges bescheidener bestellt. Zu den imponierendsten Vorzeige-Projekten dieser höchst aktiv agierenden Kreativ-Truppe gehört definitiv das MIBNight-Jazzfestival, das nun schon seit 2007 in der Schwankhalle stattfindet, die sich mit ihren zwei Sälen nebst Foyer als Veranstaltungsort bewährt hat.
Den Auftakt zum diesjährigen MIBNight-Reigen bildet am 27.2. die Landesbegegnung Jugend Jazzt (JJ) – mit zum einen Crowd und Rüben, jenem auf Rock-, Latin- und Funkjazz abonnierten Trio aus der Lüneburger Region, dem im Vorjahr der Konzertpreis der MIB zugesprochen wurde und weiteren Bands der JJ-Bundesbegegnung 2019. Soweit es um die Konzerte der nachfolgenden beiden Festivaltage geht fallen einem anno 2020 die vielen Leading Ladies auf, die den insgesamt acht antretenden Bands ihren Stempel aufdrücken dürfen. Los geht der Frauenpower-Reigen am Freitagabend mit einem Konzert der Fyrm-Pianistin und -Frontfrau Agata Ciurkot. Die gebürtige  Polin und Wahlberlinerin hat sich zunächst im Klassikbereich ausgetestet, bevor sie ihr aktuelles Trio gründete und die eigenen Kompositionen um musikalische Ausflüge ins Jazzige und Experimentelle ausweiten mochte. Der Staffelstab wird alsdann von Frym an die Stimmakrobatin Ute Wassermann mitsamt deren Kollegen Martin Speicher und Hainer Wörmann weitergereicht, die mit ihrer Session zum 30. Geburtstag  der Festivalsektion Improvisationen gratulieren. Es folgt ein Solokonzert des ECHO-Jazz-prämierten Klaviervirtuosen Florian Weber, der bei Live-Auftritten die Jazz-Legende Thelonious Monk genauso souverän adaptiert wie er eigene Kompositionen zum Besten gibt. Den Abschluss des Freitagabends bestreitet dann MaxSax, das High-Energy-Jazzrock-Quintett der Bariton-Saxophonistin Tini Thomsen, die ihrem Publikum die komplette Bandbreite von rockigen Rhythmen über lässigen Funk und groovigen Jazz durchbuchstabiert.
Tags darauf pustet einem Peter Ehwalds Quartett Double Trouble die Gehörgänge zum Auftakt des Konzertabends frei. Gefolgt zum einen vom Schweizer Improvisationsduo Charlotte Hug und Lucas Niggli, deren extreme Klangexperimente den Leitlinien der Jubiläums-Sektion Improvisationen par excellence entsprechen; und zum anderen von einer Session der Hannoveraner Bigband Fette Hupe, die vor allem die Herzen der Fans von Bigband-Größen à la Duke Ellington oder Charles Mingus erwärmen wollen. Wie am Vorabend dient sich als musikalisches Betthupferl das von Frauenpower dominierte Trio Insomnia an: Eine Baritonsaxophonistin, zu der sich eine Posaunistin und ein Schlagzeuger gesellen, bewahren ihr Publikum mit punkig stolpernden Rhythmen als eine aufs Wesentliche reduzierte Brass-Combo vorm frühzeitigen Entschwinden ins Schlummerland.
Das MIBNight-Jazzfestival in Bremen findet vom 27.2. bis 29.2 in der Schwankhalle statt; Infos zu Tickets, Bands etc via www-link musikerinitiative-bremen.de

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