LzOLzO
OLDENBURG
Sonntag

5

April

Foto:
Oldenburger engagieren sich gegen Rechts

Hier geht es zu den aktuellen Ausgaben

Suche:

direkte Antwort ohne Umwege!

Veranstaltungen

Datum

bis

Kategorie

Ort

Location

Festival

Kleinanzeigen

Konzerte

Poetischer Deutschpop

Ulla Meinecke demnächst in der Kulturetage13.02.2020



Text  |  Horst E. Wegener
Bild  | Veranstalter

Wer seine musikalische Sturm und Drangphase in den 1980ern ausleben konnte, dem dürften zum Stichwort deutsche Rockpopballaden aus jener Zeit unter Garantie Ulla Meineckes Klassiker „Die Tänzerin“ einfallen.

Schon klar: Zum einen gab es damals zunächst kaum Musiker, die ihrem Publikum mit deutschen Texten kamen; zudem grenzte sich die Meinecke mit Balladen wie dieser von der sich später ebenfalls Bahn brechenden Neuen Deutschen Welle mit ihren Flachwitz-Texten unüberhörbar ab. Zu jenem Zeitpunkt galt die Wahlberlinerin längst als eine der erfolgreichsten Songpoetinnen im Lande, bekam Auszeichnungen wie die Goldene Europa oder den Deutschen Kleinkunstpreis zuerkannt – und brachte mehr als eine Million Schallplatten unters Volk.
Seit 1979 fühlt sich die gebürtige Hessin nun schon in Berlin heimisch. Zuvor war die musiktalentierte Liedermacherin aus der Taunusregion, die sich nach bestandenem Abitur ein Weilchen mit Jobs in der Frankfurter Gastroszene über Wasser gehalten hatte, von Udo Lindenberg an die Alster gelotst worden. Dort managte Ulla das Hamburger Büro des Panikrockers. Und nahm mit Udos Hilfe anno ‘77 ihre Debüt-LP „Von toten Tigern und nassen Katzen“ auf, der „Meinecke Fuchs“ auf dem Fuß folgte. Danach verschlug es die Meinecke nach West-Berlin, wo sie sich mit Kollegen wie Herwig Mitteregger, Edo Zanki oder Rio Reiser befreundete. Lieder über die Liebe und das Leben, voll feiner Ironie und gelungener Sprachbilder kamen der Songpoetin in den Sinn. Rast- und ruhelos versuchte die Vielseitige sich obendrein an Hörbuchproduktionen und Buchveröffentlichungen oder sie ließ sich von West-Berlins Theaterbühnen als Schauspielerin engagieren. Im Rahmen ihrer Lesereisen entdeckte Ulla Meinecke nach der Jahrtausendwende, dass sich derartige Veranstaltungen ganz hervorragend musikalisch aufpeppen ließen. Das Vollblutmusikerduo, mit dem sie seit jenen Tagen durch die Republik tourt, besteht aus Multiinstrumentalist Ingo York und dem schlagzeugaffinen Keyboarder Reinmar Henschke,  beides gestandene Profis.
Seit 2019 ist dieses Trio mit „Und danke für den Fisch“ auf Tour. Und jede Wette, dass die Grand Dame der poetischen deutschen Popmusik bei ihrem Oldenburger Konzerttermin auch diesmal „Die Tänzerin“ singen wird; dieser Meinecke-Hit ist und bleibt ein Muss!

Ulla Meinecke und Band
Fr 21.2., 20:00 Uhr, Kulturetage, OL.

FZO urban Arom
MoX-DIABOLO Ratgeber
EXB Handwerk