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Ruhrpott-Poet: Rock, Blues und Folk unplugged05.12.2019



Text |  Horst E. Wegener

Derweil blieb der 1956 in Hamburg geborene, aber in Essen aufgewachsene Ruhrpott-Poet seinem Weg treu. Gab jahrelang den durch halb Europa tingelnden Straßenmusikanten, der erst 1982 das erste eigene Album auf den Markt warf. Auch weiterhin war der Ausnahmebarde darum bemüht, sämtliche Strippen in den eigenen Händen zu behalten: Ein Pfund, mit dem man beim Publikum punkten konnte - zumal als Singer-Songwriter, der überwiegend selbst komponiert, textet, produziert. Im Benennen von Skandalen, die in der Luft liegen, Ansingen gegen die wachsende braune Gesinnung oder dem Anprangern von Umweltsünden ist Stoppok bis heute schwerlich zu toppen. Wobei dem auf Deutsch singenden Künstler die Fähigkeit attestiert werden darf, niemals in die Betroffenheitsfalle zu stolpern. Dies gilt auch für das achtzehnte Studioalbum Stoppoks, „Jubel“ genannt – mit dem der Indie-Singer-Songwriter derzeit durch Deutschland tourt, zum Konzert in der Oldenburger Kulturetage solo vorbeischauen wird.
Im Norden ist der seit Längerem wieder in Hamburg beheimatete Stefan Stoppok ein gern und oft gesehener Gast - ob solo, mit seiner Band oder im Kreis von Freunden aus aller Welt, die der mittlerweile 63-Jährige schon früher in schönster Regelmäßigkeit zusammentrommeln mochte. Wer zum Jammen eingeladen wird, ist nach wie vor mit Freuden dabei. Was niemanden wundern sollte, da Stoppoks Qualitäten definitiv für sich sprechen:  Da brilliert jemand als virtuoser Instrumentalist, der die unterschiedlichsten Saiteninstrumente beherrscht; da bekennt obendrein ein Sänger Farbe, dessen leicht nasal vorgetragene Lyrics witzig-menschlich rüberkommen, Haltung verströmen.
Zwischen den einzelnen Liedern wird mit den Zuhörern geplaudert, regt Stoppok zum Nachdenken an. Man merkt: Da ruht jemand in sich selbst, glaubt seit Jahren an das, was er erzählt; was seine Kunst authentisch werden lässt. Und das ist gut so.
Stoppok
Sa. 14.12., 20 Uhr, Kulturetage, OL

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