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Wochenzeitung DIABOLO:
Odeville
Wenn der Musikstil „Wandel“ heißt22.11.2018

Text  |  raphael siems

Im Oktober ist mit „Rom“ bereits das fünfte Album erschienen. Grund genug für die fünf Hamburger von Odeville, um über den Winter durch die Städte zu ziehen und das Ergebnis zu präsentieren. 14 neue Songs mit teils sehr unterschiedlichem Charakter, aber gerade das hat die Band auch schon immer ausgemacht.

Reisen wir einmal zurück in das letzte Jahrzehnt. 2006 gründet sich die damals noch vierköpfige Truppe um Sänger Hauke Horeis unter dem Namen Odeville als „Antwort auf die US-amerikanischen Emo-/ Screamo- und Post-Hardcore Bands“. Zum ersten kleinen Meilenstein kommt es bereits ein Jahr später, als sie mit dieser Formation zum Landessieger des Local Heroes in Niedersachsen gekürt werden. 2008 steht schon das Deichbrand Festival im Kalender, wieder ein Jahr darauf erscheint das erste Album „I Am Tourist“. Doch schon die zweite große Veröffentlichung „Heimat“ distanziert sich von der ersten. Nicht nur, indem sie einen stilistischen Umbruch des zuvor weitaus progressiveren Rock darstellt, sondern auch, indem sich die Sprache vom Englischen ins Deutsche wandelt. Wir blicken weiter in das Jahr 2014, in dem das nächste Werk mit dem Titel „Helion“ erscheint. „Odeville bewegen sich […] dicht an der Grenze des Pop“, heißt es hierzu etwa auf der Schallplatten-Handelsgesellschaft JPC, „überschreiten sie aber nie, sondern lassen sich von ihren eigentlichen Wurzeln aus Prog, Hardcore und Punk tragen“. Waren diese Wurzeln zum Zeitpunkt der Gründung noch deutlich markanter, sind sie inzwischen – wir machen wieder einen Zeitsprung zum aktuellen 2018 – wenn auch nicht gänzlich verschwunden, bereits um einiges verblasst. Das neue Album enthält zwar noch die damalige Aggressivität, zum großen Teil jedoch auch radiotaugliche Songs, die die Menge ansprechen. So oder so: Die Band hat ihren Stil gefunden, und vielleicht ist der Wandel einfach Teil davon. Neben den Elementen der Popmusik und den noch immer harten Gitarrenriffs gehört im Übrigen auch Poesie dazu. Man solle dem Donner zuhören, wenn er die See zerteilt. Man solle unter Blitzlicht im Dünenwald tanzen, und vom Regen betrunken das Leben bejahen. Solche Zeilen, in denen Metaphern gängiges Stilmittel sind, kommen etwa dann zustande, wenn man nicht nur die Musik als primär betrachtet, sondern auch über die Texte versucht, ganze Geschichten zu erzählen. Ein besonderes Maß an Dramaturgie sei wichtig, erklärt Sänger Horeis, der neben der Musik auch als Schauspieler und Regisseur am Theater tätig ist. Das alles findet sich auf der neusten Platte, sowie in kommender Woche Live in der UmBAUbar.

Odeville
Do. 29.11., 19 Uhr, UmBAUbar, OL

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