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Was gibt’s eigentlich für die jungen Leute...27.05.2026







Text und Fotos: Thea Drexhage

Die Räumlichkeiten in Bloherfelde sind groß, hell und einladend mit viel Potenzial und Gestaltungsmöglichkeiten. Im Untergeschoss befinden sich der offene Bereich mit Billard und Kickertisch, ein Raum mit vielen Gesellschaftsspielen und der Küche. Diese Bereiche sind der Kern der Freizeitstätte, denn heutzutage kommen die Jugendlichen vor allem vorbei, um sich zu treffen, zu spielen oder einfach abzuhängen. Ausflüge, Angebote oder Aktionen ergeben sich dabei oft spontan aus der Situation heraus, sodass kein Tag so wirklich dem anderen gleicht. Aber es gibt auch feste Programmpunkte in der Freizeitstätte. So ist ein Tag in der Woche reserviert für Kinder bis 12 Jahren, was bedeutet, dass die älteren erst ab 18 Uhr in die Freizeitstätte können. An diesem Tag wird beispielsweise immer ein gratis Abendessen angeboten und die Kleinen sind gern eifrig in der Küche bei der Zubereitung dabei. Hinzu kommt ein beliebtes Event im Sommer: Bingo mit Senioren, bei welchem sich die Generationen beim munteren Beisammensein miteinander vermischen.
Die Offene Tür Bloherfelde arbeitet außerdem eng mit dem Jugendkulturarbeit e.V. zusammen, sodass vor Ort zwei Theatergruppen aktiv sind – für diese gibt es im Erdgeschoss ebenfalls einen großen Raum mit Bühne, um entsprechend arbeiten zu können. Selbstverständlich gibt es auch eine große Kreativwerkstatt mit allerhand Möglichkeiten sich auszutoben. Oberhalb stehen ein PC-Raum, kleine Räume, um sich in Gruppen zu treffen sowie ein Tonstudio zur Verfügung, in welchem Kollege Andreas Elter den Jugendlichen hilft, beispielsweise  Musik, Radioshows oder Hörspiele aufzunehmen. Gerade oben ist sichtbar, dass sich die Besucher*innen bei der Gestaltung des Hauses mit einbringen dürfen. „Allerdings ist das noch die Wandbemalung der letzten Generation. Unser Plan für dieses Jahr ist es, die Räume gemeinsam mit den aktuellen Gästen neu zu gestalten, so dass diese sich wohlfühlen“, erklärt Anna Glazik. Die Interessen der Gäste ändern sich stetig und Stars oder Youtuber die vielleicht vor 10 Jahren angesagt waren, kennt heute niemand mehr. Ihr ist es wichtig, dass die Kids den Ort als zweites zuhause betrachten können. Viele der Besucher kommen aus dem Kennedyviertel, leben vielleicht in eher kleineren Wohnungen oder haben einfach nicht die Möglichkeit, sich zuhause mit Freunden zu treffen. Diese Möglichkeit soll hier gegeben sein. Auch mit Sorgen, Zukunftsängsten oder anderem Kummer sind die jungen Menschen in der Freizeitstätte gut aufgehoben und finden immer ein offenes Ohr. Besonders sind hier auch die Mädchengruppen, sowohl für Jüngere und Ältere. Jeden Freitag gibt es ein Mädchencafé, wo man sich im eigenen Raum im Obergeschoss trifft und sich mit der Betreuerin und den Peers im persönlichen Rahmen austauschen kann. Immer mal wieder gibt es auch Ausflüge, in Museen, zum Bowling etc. allerdings wird es laut Anna Glazik auch immer schwieriger, die jungen Leute für soetwas zu motivieren. Früher gab es auch Camping- und Übernachtungsangebote, die total gern angenommen wurden - heute sei das anders. Das mag damit zusammenhängen, dass sich auch die kulturellen Hintergründe der Besucher*innen verändert haben. Während es vor einigen Jahren vor allem Kinder mit russischem Hintergrund in den Gruppen waren, sind es derzeit junge Leute aus Syrien, dem Irak oder Afghanistan, wodurch die Dynamik wieder eine andere ist. Aber eine sehr gute, wie Glazik betont. Während der Ton unter Jugendlichen oft rau sein kann, findet sie, dass es aktuell sehr harmonisch und respektvoll in der Freizeitstätte zugeht. Eine schöne Entwicklung, gab es doch auch schon andere Zeiten. Den Jugendlichen zur Seite steht ein motiviertes Team aus vier Leuten sowie wechselnden Praktikant*innen. Hinzu kommt Hund Lolek, der auch jeden Tag vor Ort ist und das Geschehen genau beobachtet und regelmäßig Streicheleinheiten fordert - das freut natürlich auch die Kids!

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