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Ganz am Anfang07.10.2026



Text und Foto: Thea Drexhage


Begonnen hat das Projekt zu zweit mit Max (17) und Oleh (17). 2024 schaute Oleh, Gitarrist und Sänger, Kleinanzeigen nach Bands durch und stieß dort auf Max, einen Schlagzeuger, der auf der Suche nach Mitstreitern für eine Bandgründung war. Die musikalischen Vorlieben passten, die Chemie stimmte und knapp ein Jahr später stieß dann Mikita (21) dazu und verstärkte die beiden um eine Rhythmusgitarre. Obwohl sich alle drei zuvor nicht kannten, konnte schnell ein gemeinsamer Nenner gefunden werden. Mikita und Oleh kamen beide zu Beginn des russischen Angriffskriegs nach Oldenburg. Teile ihrer persönlichen Erfahrungen verarbeiten sie nun in der Musik, die sich generell eher um schwere Themen dreht. Das mag auch mit an den musikalischen Einflüssen liegen. Mikita kaufte sich mit 14 die erste eigene E-Gitarre. Selbst hört er Black Metal, DSBM oder Brutal Death Metal. „Also habe ich versucht, diese Sachen zu spielen. Ich habe in Diepholz gelebt. Als ich dann nach Oldenburg zog, hab ich die Jungs gefunden und die erste Probe mit den beiden war wirklich gut, auch wenn unsere Vorstellungen vom Genre erst gar nicht so zusammen passten. Aber mittlerweile schaffen wir es alle ganz gut, unsere Interessen in die Musik einzubringen“, erzählt Mikita. Max wurde der Metal sowie das Schlagzeugspiel von seinem Vater mit auf den Weg gegeben. „Ich war 14 wie er, als er angefangen hat, und andere Hobbies hatte ich nicht. Also warum nicht auch mit dem Schlagzeug anfangen?“, so Max. Da das allein auf Dauer keinen Spaß macht, musste schließlich eine Band her. Gut, dass Oleh zum Trotz mit dem Musizieren angefangen hatte:„Meine Geschichte ist witzig. Ich hatte keine Lust, meine Fingernägel kurz zu schneiden. Meine Mutter meinte aber, ich müsse das. Nur Gitarristen müssen das nicht. Ok. Dann hole ich mir eine Gitarre – nicht mal das. Eine Ukulele.“ Als er dann irgendwann auf Punkrock und später auf Metal stieß, war das Schicksal besiegelt und die Ukulele musste einer E-Gitarre weichen.
Zu hören gibt es ihre ersten Songs von Departed auf ihrer gleichnamigen EP, welche am 6. September digital erschienen ist. Ihren Sound würden sie „groovy und oldschool“ nennen, er orientiere sich am Metal der 80er und 90er Jahre á la Pantera oder Sepultura, aber habe dennoch etwas ganz eigenes. Auch live konnten die drei ihr Können schon in Oldenburg auf dem Stadtfest vor recht großem Publikum präsentieren. „Am Anfang war das etwas blöd, weil es schon so spät war und es logischerweise immer weniger Menschen wurden. Als die Leute gehört haben, dass wir Metal machen, kamen dann doch immer mehr dazu oder blieben stehen, obwohl es schon 01:20 Uhr war und es war dann doch ganz geil“, so Max. Für alle drei waren es die ersten Liveerfahrungen, weshalb vor der Show die Nerven ziemlich flatterten, aber auf der Bühne fühlte sich dann alles ganz organisch an. Ein guter Antrieb, um das Bandprojekt ernsthaft fortzusetzen. Gern möchten Departed ihre Musik auch physisch veröffentlichen, vielleicht als Split-EP mit einer befreundeten Band. Ihren Proberaum haben die drei im Cadillac, wodurch schnell einige Kontakte entstanden sind. Neben dem musizieren befinden sich alle drei in einer Lebensphase, die vom Umschwung geprägt ist. Mikita hat sich an der Jadehochschule für den Studiengang Hörtechnik und Audiologie immatrikuliert, während Max an seiner Ausbildung als KFZ-Mechatroniker schraubt und Oleh eine Ausbildung als Bürokaufmann absolviert. Doch fest geprobt wird immer freitags und sonntags, denn das Ziel steht: Wacken 2030! Zwar laut Band nur als Inside-Joke, aber ein guter 3-Jahresplan hat bisher noch niemandem geschadet!

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