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„Wir können doch Freunde bleiben“ von Katja Lewina„Wir können doch Freunde bleiben“ von Katja Lewina24.06.2026
Interview & Foto: Thea Drexhage
Er hat eine Partnerin gefunden, die schon Kinder hatte und aus einer vorher nicht sehr harmonischen Beziehung kam. Er wollte eigentlich nie Kinder, ist dann aber trotzdem in dieser Vaterrolle aufgegangen und blieb auch sehr lange in dieser Beziehung. Später entwickelte sich das allerdings in eine Richtung, in der die Frau ihn sehr ausnutzte. Sie hat viel von ihm verlangt, von Kindern hüten bis Haus bezahlen, obwohl letzteres vorher schon ihres war. Sie geht währenddessen auf Reisen oder Konzerte, teils, ohne das wirklich mit ihm abzusprechen. Dies brachte ihn auch in Schwierigkeiten mit seiner Arbeit, da er oft spontan Urlaub nehmen musste. Das hat er alles erst gar nicht richtig bemerkt, da es sich einfach in den Alltag eingeschlichen hat. Letztendlich sind die beiden sehr schlecht auseinandergegangen und nach der Trennung hat sie dann ihn zum Schuldigen gemacht. Es ist spannend, das zu lesen, denn diesenVerhaltensweisen, die sich in das alltägliche Leben einschleichen, können ja jedem passieren.
MoX: Was hat Ihnen besonders gut gefallen?
Isabell Albrandt: Es tut gut, diese Geschichten zu lesen, denn sie nehmen einem ein wenig die Angst vor Trennung. Das ist in der Gesellschaft sonst eher ein heikles Thema. Trennungen sind oft etwas ganz Schlimmes, obwohl sie ja alltäglich sind. Dazu ist das Buch auch in einem schönen Stil geschrieben, ich habe schon mehrere Bücher von ihr gelesen und sie schreibt so, dass man sehr schnell in das Buch reinkommt und es dann auch in einem weglesen kann, trotz des heiklen Inhalts. Es ist schön, dass das Thema Trennung in diesem Buch alltäglicher wird.
MoX: Wem würden Sie das Buch empfehlen?
Isabell Albrandt: Ich würde es erwachsenen Personen ab18 Jahren empfehlen; ich denke Jugendliche sollten sich eher noch nicht damit beschäftigen. Durch das allumfassende Thema ist es abseits dessen aber für alle Altersgruppen geeignet. Jemand, der gerade frisch in die Erwachsenenwelt startet, kann davon genauso viel mitnehmen wie jemand, der im fortgeschrittenen Alter ist.
MoX: Wie haben Sie das Buch gelesen?
Isabell Albrandt: Ich kenne die Autorin schon eine Weile und natürlich haben wir es hier auch bestellt. Als ich reingelesen habe, war es wie bei allen anderen Büchern von ihr und es hat mich sofort gepackt. Ich habe es in Papierform gelesen, das bevorzuge ich einfach, da ich gern Markierungen im Buch mache – dadurch bekommt das Buch dann ja auch ein bisschen Charakter.
MoX: Was wissen Sie über die Autorin?
Isabell Albrandt: Sie ist 1984 geboren und ich weiß, dass sie selbst schon viele Schicksalsschläge in ihrem Leben erlebt hat, weswegen sie unter anderem solche thematischen Bücher schreibt












