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Gebürtiger Oldenburger will Stern08.07.2026
Text: Thomas Klaus Foto: Liberty Hotel GmbH
Das Hotel steht an der historischen Stelle am Neuen Hafen, an der zwischen 1830 und 1974 mehr als sieben Millionen Menschen Europa verließen und nach Amerika auswanderten. Diese Auswanderer-Geschichte wird auch in der „New York Bar“ im The Liberty aufgegriffen: Cocktails und Drinks schmecken in der fünften Etage mit Blick auf Weser und Nordsee erst recht gut. Bei schönem Wetter zieht es die meisten Gäste auf die Dachterrasse. Das Restaurant „Mulberry St“, das seinen Namen der gleichnamigen Straße in New York verdankt, hat ebenfalls gestalterisch und gastronomisch eine amerikanische Note. Der Fokus liegt hier auf Weinen und Snacks.
Highlight des gastronomischen Angebotes ist jedoch das Restaurant „Fine Dining by Philipp Probst“, das nicht mehr als eine Glaswand vom „Mulberry St“ trennt. Namensgeber und Küchenchef Philipp Probst strebt den ersten Michelin-Stern für Bremerhaven an. Der gebürtige Oldenburger, der in der Hunte-Stadt von 2002 bis 2005 in einem Ausbildungsverbund den Koch-Beruf erlernt hat, bekam bereits zahlreiche Preise und Auszeichnungen für seine Kochkunst. Die setzt er in Form von Menüs um; die haben zwischen fünf und neun Gängen.
Ein Großteil der Zutaten für die nordisch inspirierten Speisen mit französischen Basics stammt vom Hotel-eigenen Hof in Spieka im benachbarten Landkreis Cuxhaven. Probst erläutert: „Ich lege sehr viel Wert darauf, so viel wie möglich selbst anzubauen und zu produzieren, privat als auch beruflich. Auf unserem Hof pflanzen wir Gemüse und Kräuter an. Es wachsen diverse Obstbäume. Wir haben Bienen und produzieren unseren eigenen Honig. Die Hühner steuern täglich frische Eier bei.“
Eine weitere Besonderheit der Gastronomie: Dort ist Simone Stechel tätig. Und die darf sich „IHK-geprüfte Wein-Sommeliére“ nennen. Sommeliére und Sommeliers sind in der Bundesrepublik ein überschaubarer Kreis: Die Sommelier-Union Deutschland hat rund 1.000 Mitglieder und der Verein der geprüften Weinfachberater und Sommeliers sogar lediglich 150. Im Nordwesten arbeiten nur wenige dieser Weinexpertinnen und Weinxperten.
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