direkte Antwort ohne Umwege!
Kleinanzeigen
Aktuelles
Nostalgie trifft Neuzeit13.05.2026
Text und Foto: Thea Drexhage
Auch jetzt erfolgt die Vorstellung der Künstler*innen nur häppchenweise. Bei den bisher 21 angekündigten Acts fällt wieder einmal auf, dass das kleine Festival am Nordseestrand sich nicht festlegen mag auf Genres, Geschlechter, Klickzahlen, Epochen oder Erwartungen, so finden sich neben angesagten Newcomer*innen wieder kleine Geheimtipps, Legenden von früher und alte Bekannte. Mit den Rappern Afrob und Ferris MC sowie Das Bo gibt es ein Throwback zurück in die frühen 2000er Jahre – die Erinnerungen an schnelle Reime, viel zu große, viel zu lange Baggypants und dicke Töne dürften für viele Watt En Schlick-Besucher*innen noch ziemlich präsent sein. Für die jüngere Generation ist aber auch gesorgt. Mit Holly Humberstone ist dem Festivalteam ein richtig guter Griff gelungen. Die britische Sängerin veröffentlichte erst im April ihr zweites Album „Cruel World“ und wurde zuvor bereits von der New York Times und BBC für ihre edgy Popmusik über den Klee gelobt. Und was wäre das Watt En Schlick ohne eine ordentliche Portion Brass? Meute kommen nach Dangast und mixen scheppernde Blechblasinstrumente mit dicken Elektrobeats – funktioniert sowohl bei Sonnenschein als auch bei Regen und Hochwasser, um die Gemüter zu erhellen. Nachdenklicher wird es bei Pianist Martin [font=Bembo]Kohlstedt, der nach vielen Jahren zurück nach Dangast kehrt und seine bis dahin erschienene, neue Platte „Kluft“ vorstellen wird, die wieder einmal geschicktes Klavierspiel und elektronische Elemente in wahnsinnige Klangwelten verschmelzen lassen wird. Der letzte Besuch von Das Lumpenpack liegt noch gar nicht so weit zurück und da stehen sie schon wieder auf dem Line-Up. Ein bisschen Politpunk darf auch am Strand nicht fehlen, aber bitte nicht zu ernst und mit einer guten Portion Optimismus. Gegen AFD und Co zu wettern ist das eine – kulturelle Vielfalt vorzuleben und die Menschen einzuladen, auch andere Kulturen kennenzulernen ist das andere. Auch dafür ist das Watt En Schlick immer wieder gut. Mit der deutschen Singer-/Songwriterin Derya Yıldırım & Grup [/font]Ş[font=Bembo]im[/font]ş[font=Bembo]ek wurde ein spannender Act vorgestellt, der anatolische Volks- und Popmusik in die Gegenwart holt. Rotziger und nicht weniger international wird es mit Alizade, deren Wurzeln in Aserbaidschan und Russland sowie der Türkei und den Niederlanden liegen. Es geht, vor allem auf türkisch, um Individualität, Feminismus und Freiheit. Auch aus Frankreich ist viel Besuch dabei. Allen voran der exzentrische Singer-/ Songwriter Sébastian Tellier, welcher bereits seit 2001 durch die internationale Musikszene tingelt. Neu dabei ist Rapperin Lynx IRL aus Lille, die ihre Inspiration allerdings in der rauen englischen Trap-Szene findet. Etwas zarter sind die Töne von Landeskollegin Asfar Shamsi, die sich zwar auch im Rapgenre bewegt, aber deutlich feinfühliger durch ihre Songs führt. Ebenfalls erneut auf dem Programm steht ein Vortrag von Klimaaktivistin Luisa Neubauer, dem vorab in den sozialen Medien nicht nur mit Liebe begegnet wird – aber wer glaubt, bei einem Festival geht es nur um Party ohne kritische Reflexion, der hat sich geirrt. Was die Gäste vom 31.7. bis 2.8. erwartet, wird nach und nach auf der Festivalhomepage und den Socials des Festivals bekannt gegeben. Ob es, wie in den letzten Jahren, noch einmal ein Kontingent an Tageskarten für jene, die beim VVK leer ausgegangen sind, geben wird, wurde bisher noch nicht kommuniziert. Es bleibt spannend – vor allem an der Headliner*innenfront, denn vor allem dort gab es in der Vergangenheit immer wieder große Überraschungen. Also: Friesennerz und Sonnencreme bereithalten, bis August ist es nicht mehr lang![/font][font=Bembo] [/font]
Kommentare
Keine Kommentare vorhanden.
Wenn Sie Ihr Passwort vergessen haben oder Sie sich registrieren wollen Klicken Sie bitte hier.












