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Ein Blick nach oben12.08.2026
Text und Foto: Thea Drexhage
Dessen Vorsitzender ist Diplom-Physiker und Astrophysiker Andreas Schwarz. Nachdem dieser im Alter von 7 Jahren am 27. Mai 1980 die erste Folge von Captain Future sah, wurde sein Interesse für die unendlichen Weiten des Weltraums geweckt und sein beruflicher Weg war quasi vorbestimmt. Mit 14 Jahren entschied er sich also, dieses Interesse tiefergehend zu verfolgen. „Zu dieser Zeit war ich auf der Hauptschule, ich war nicht so ein begeisterter Schüler. Nachdem ich beschlossen hatte, die Astronomie professionell zu verfolgen, ist auch in der Schule die entsprechende Leistung gekommen und ich habe mir das Schritt für Schritt aufgebaut“, blickt er zurück. Nach einer Ausbildung in Oldenburg zum chemisch-technischen Assistenten und dem Erarbeiten der Fachhochschulreife an der BWS in Wilhelmshaven führte sein Weg an die Universität Gesamt-hochschule, wo er schließlich in Wuppertal Astronomie studieren konnte. Nach einiger Zeit zog es Andreas Schwarz zurück in den Norden. In Wilhelmshaven unterrichtete er an der VHS Mathematik, Physik und Chemie und arbeitet heute vor allem freiberuflich an diversen Universitäten. „Wenn man Wissenschaft gut rüberbringen möchte, dann darf man das nicht so trocken machen, wie es an vielen Schulen passiert. Man muss unterhalten können. Man muss die Begeisterung, die man selbst hat, an die Menschen weitergeben“, erklärt er. Im ANWE-Netzwerk übernimmt Andreas Schwarz die Koordination und mag vor allem die Verbindung von Bürger*innen zu hauptberuflichen Wissen-schaftlern herzustellen und die Begeisterung weiterzutragen: „Alles, was in diesem Bereich erforscht wird ist auch interessant für die Gesellschaft, weshalb wir entsprechende Bildungsangebote wie das Tiny Observatorium anbieten. In Zusammenarbeit mit der Universität Oldenburg wird diese mobile Sternenwarte von verschiedenen Organisationen gehostet und mit einem großen Programm aus Vorträgen begleitet.“ Wenn Andreas Schwarz heute auf seine frühen Vorstellungen von diesem Berufsfeld zurückblickt, ist er sehr zufrieden. Als Kind faszinierte ihn der Gedanke von Außerirdischen und auch für diese Faszination bietet das ANWE-Netzwerk das passende Forschungsfeld: Astrobiologie. So forscht beispielsweise die Universität Bremen in der Atacama-Wüste in Chile, wo mars-ähnliche Be-dingungen herrschen, wie sich Mikroben entwickeln, um daraus Schlüsse für den roten Planeten zu ziehen. „Was mich als Kind schon fasziniert hat, wird hier professionell gemacht. Auch öffentliche Vorträge zur Astrobiologie sind immer gut besucht, das Interesse ist sehr gut“, so Schwarz. Die Frage, ob es anderes Leben im Weltall gibt, wird ihm natürlich immer wieder gestellt und er unterstützt dabei die wissenschaftliche Auffassung davon, dass, wenn die Rahmen-bedingungen stimmen die Entstehung von Leben ein normaler Prozess ist: „Da wir noch recht weit am Anfang der Forschung stehen, können wir nicht sagen, wie wahrscheinlich die Entstehung von Leben und damit auch höher entwickeltem Leben ist.“ Wenn es sich bei Andreas Schwarz mal nicht um das Weltall dreht, bleibt es trotzdem wissenschaftlich. Seine familiären Wurzeln liegen in Griechenland, weshalb ihn das Land und auch die umliegenden Balkanregionen wie Serbien und Mazedonien mit ihren verschiedenen Kulturen sehr interessieren. So beschäftige er sich in der Vergangenheit mit der „Makedonischen Frage“ aus rein wissenschaftlicher Perspektive. Mit einem Kollegen aus der Republik Nordmakedonien betreibt er das Portal Pelagon, das sich mit dem historischen Konflikt zwischen Griechenland und seinen Nachbarstaaten um die Region Makedonien befasst. „Das ist so eine Art Hobby, das ich habe. Aber ich mache auch gern andere Dinge, gehe spazieren oder sammle Dinge, die nichts mit Astronomie oder Wissenschaft zu tun haben“, ergänzt er.












