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Tonträger aller Art

MoX Soundcheck KW2808.07.2026











Texte: Horst E. Wegener


The Western Front: Eureka
[font=Bembo]Im Kreativmekka Los Angeles formierten sich Anfang der 1980er-Jahre etliche Musiker, die den älteren Semestern ansonsten als Bandmitglieder von Supergroups wie Thin Lizzy oder Supertramp ein Begriff sein könnten, zur Prog-Rock-Combo The Western Front. Die alsbald im Proberaum entstandenen Songs wurden vor Publikum getestet, kamen live bestens an – und mündeten in einen Vertrag mit Atlantic Records und anno [/font]´[font=Bembo]83 ins Debütalbum „Eureka“ ein. Aufgrund von Umstrukturierungen beim Plattenlabel verschwand das Album dann aber nach Fertigstellung im Archiv, wo es erst 2023 wiederentdeckt, neu gemastert und jetzt endlich veröffentlicht wurde. Die Mischung aus Melodic Rock, solidem Handwerk und Eighties-Spirit zeigt The Western Front unüberhörbar auf der Höhe ihrer Kunst. Schöne Entdeckung.[/font][font=Bembo] [/font]


Pain Gain: Pain Gain
[font=Bembo]Anno 2023 schlossen sich die drei zuvor als eigenständige Elektroniker in Australiens Nightlife-Kultur erfolgreichen Soundexperten Chloe Kaul (alias Kllo), Hamish Lefevre (alias SWIM) und Samuel Cooke (alias CRUSH3d) zum Gemeinschaftsprojekt Pain Gain zusammen. Das Trio zog sich fürs Entwickeln neuer Formate in die Abgeschiedenheit eines süd-australischen Küstenkaffs zurück, um vor Ort mit Gitarren, modularen Synthesizern und einem analogen Tonbandgerät zu experimentieren. Das Ergebnis: Indiepop-Balladen, die rockig-melodramatisch klingen. Mucke, die aufbaut und uns Hörer beglückt.[/font][font=Bembo] [/font]


Kelela: New Avatar
[font=Bembo]Die Fusion von Elektronik mit R&B, Grunge, Jazz und dancefloortauglichen Trap-Bangern hat Kelela schon vor dem Erscheinen ihres dritten Studioalbums zu einer Ikone der Black-Lives-Matter-Bewegung werden lassen. Die 1983 im US-Bundesstaat Washington geborene Tochter äthiopischer Einwanderer schaltet zudem mühelos zwischen den unterschiedlichsten Musikstilen hin und her und verfügt obendrein über ein Gesangsorgan, das die Fans schier hypnotisiert. Auf „New Avatar“ punktet das musikalische Chamäleon wie gehabt mit Einfällen, die keinerlei Trends aufgreifen, um sie zu variieren, sondern die nur betören wollen. Neue Musik, die mitreißt - bestechend![/font][font=Bembo] [/font]


Panda Bear & Sonic Boom: A? Od When
[font=Bembo]Die Elektroniktüftler Noah Lennox alias Panda Bear und Peter Kember alias Sonic Boom waren vom ersten Zusammentreffen in den Nullerjahren darauf aus, sich mit ihren Kompositionen möglichst eine Spielwiese für Klangexperimente erhalten zu können. Gleichwohl sind sie jetzt trotz mehrerer Erfolgsalben übereingekommen, den Social-Media-Plattformen und online-Welten den Rücken zu kehren, um ihrem Publikum somit näher sein zu können. Geplant sind im Nachgang zur CD-Veröffentlichung Radio-Livesessions, Plattenladen-meet-and-greet-Einlagen und natürlich Clubkonzerte, bei denen das Gespann sich die großen Themen der Gegenwart vornimmt: Ob digitale Erschöpfung, politische Spannungen oder ökologische Krisen – alles wird trotz der schwermütigen Texte in extrem tanzbare Sounds so elegant wie gekonnt eingekleidet.[/font][font=Bembo] [/font]


Ido Spak: Apocalypse Next Tuesday
[font=Bembo]Bis er sich anno 2017 dazu entschloss, im beschaulichen Lüneburg sesshaft zu werden, ist der 1979 in Israel geborene Klangkünstler Ido Spak jahrelang durch Europa gereist, um zunächst in den Niederlanden und dann in Großbritannien klassische nebst zeitgenössischer Musik, Jazz und Komposition zu studieren. Auf seinem jetzt erscheinenden siebten Album „Apocalypse next Tuesday“ saugt der Crossover-affine Pianist improvisationsfreudig wie eh und je einem Schwamm gleich die Klangfülle der ganzen Welt in sich auf, um ihr mit seiner Band lebenspralle Tracks abzugewinnen. Dabei hat er sich noch nie als jemand begriffen, der zurückgezogen im Elfenbeinturm Neues komponiert, sondern stets als politisch wache Person empfunden. Diesmal ist[/font]´[font=Bembo]s ein Cocktail geworden, der Jazz, ProgRock und Metal mit arabischen Rhythmen mixt – und den viel zu vielen Opfern der andauernden Massaker und Kriegsgräuel in der Ukraine oder in der Golfregion Tribut zollt.[/font][font=Bembo] [/font]

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