LzOLzO
OLDENBURG
Donnerstag

23

Juli

Foto:
Gärten in der Innenstadt

Hier geht es zu den aktuellen Ausgaben

Suche:

direkte Antwort ohne Umwege!

Kleinanzeigen

Aktuelles

Was gibt’s eigentlich für die jungen Leute...22.07.2026









Text und Fotos: Thea Drexhage



Es vereint Gemeinwesenarbeit, offene Kinder- und Jugendarbeit sowie verschiedene Beratungs- und Hilfsangebote unter einem Dach. Derzeit übernimmt Sozialpädagogin Mareike Groß Kampen die kommissarische Leitung als Vertretung von Torsten Lobien. Zum Team gehören außerdem zwei weitere Sozialpädagog*innen und zwei Erzieher*innen. „Außerdem haben wir immer eine Stelle für das Berufsanerkennungsjahr und bieten an, dass hier ein freiwilliges Soziales Jahr stattfinden kann. Außerdem nehmen wir auch Erzieher*innen in Ausbildung auf, die dann ihr Praxissemester bei uns machen können“, so Mareike Groß Kampen. Sie selbst kam nach ihrem Studium über die Freizeitstätte Kiek-In der Selam-Lebenshilfe sowie das Kinder- und Jugendbüro der Stadt Oldenburg in das Haus im Stadtnorden und hat auch vor, zu bleiben, denn das Kulturzentrum Rennplatz erweitert seinen Handlungsbereich und wird noch in diesem Jahr zusätzliche Räumlichkeiten im Käthe-Kollwitz-Quartier beziehen, wo bisher ein großer Mangel an Beratungsangeboten herrscht.
Neben dem größten Bereich, der Gemeinwesenarbeit sowie der offenen Kinder- und Jugendarbeit bietet das Haus auch regelmäßig kulturelle Angebote an: Lesungen und Theater, oft in Kooperation mit der Jugendkulturarbeit, gehören häufig dazu. In der Vergangenheit, besonders in den 80er Jahren, standen auch viele Konzerte auf dem Plan, weshalb sich der Name „Kulturzentrum“ etablierte. So war das Haus 1989 auch Schauplatz für eines der Konzerte, mit dem sich Oldenburger Musikfans noch heute gerne brüsten: Nirvana waren da. Noch immer steht diese kleine Bühne im oberen Geschoss.
„Im Bereich der offenen Kinder- und Jugendarbeit richten wir uns danach, was die Kinder fordern und mitbringen, das wechselt auch regelmäßig“, erklärt die Sozialpädagogin. Feste Angebote und Gruppen gibt es nicht, denn der Alltag vieler junger Menschen sei bereits von Terminen und Fristen durch die Schule geprägt. Wenn sie danach in das Kulturzentrum kommen, wollen sie meist erstmal sitzen, runterkommen und vielleicht  ein paar Spiele spielen. Mit lockeren Vorschlägen und Ideen schafft es das Team jedoch immer mal wieder, Begeisterung für neue Themen zu wechseln. So würde jüngst im Außenbereich mit großer Begeisterung ein Blumenbeet angelegt, welches nun auch regelmäßig von den Jugendlichen gepflegt wird. Auch habe sich eine Mädchengruppe zusammengefunden, die nun regelmäßig im Theaterraum Tanzchoreografien einstudiert. Natürlich steht auch Fußball hoch im Kurs, sowohl draußen als auch an der Konsole. „Ein großes Thema ist gerade auch der Umgang mit Medien. Es ist dabei unsere Aufgabe zu gucken, wie kompetent die Kinder und Jugendlichen mit den sozialen Medien umgehen und wie viel sie von sich preisgeben, ohne zu wissen, was das für Konsequenzen haben könnte. KI ist gerade ein riesiges Ding. Wir merken einfach, dass da Bedarf ist. Die Kinder sind super darin, die Geräte zu bedienen, aber nicht so gut darin, zu verstehen, was da online alles passiert“, so Groß Kampen. Auch gibt es Überlegungen, ähnlich wie in der Cafta Kreyenbrück, eine handyfreie Zone einzurichten, um den Fokus etwas umzulenken. Dazu dienen auch regelmäßige Besuche in der Stadtteilbibliothek. In der Ferienzeit sei die Erwartungshaltung der Gäste generell etwas höher was Angebote und Unternehmungen anginge, erklärt Mareike Groß Kampen. Dadurch, dass das Kulturzentrum ganztägig geöffnet ist, vermischen sich hier und da auch mal die Besuchergruppen. An einigen Tagen sind Eltern und jüngere Geschwister zugegen, da diese vormittags die Eltern-Kind-Möglichkeiten nutzen. Bei festen oder gemeinsamen Bingoabenden sind zudem auch alle Gäste willkommen. Ansonsten sind die jungen Leute aber meist für sich, denn auch der Abstand zu den Eltern und gegebenenfalls Geschwistern tut mal gut. Das Team des Kulturzentrums ist froh darüber, von seinen Gästen als Vertrauenspersonen wahrgenommen zu werden und einen sicheren Ort bieten zu können. Natürlich gibt es trotzdem mal Konflikte unter den Kids. Diese sehen anders aus, als noch vor ein paar Jahren, zum einen, weil Mobbing durch Social Media stark befeuert wird, zum anderen weil gerade während der Pandemie der persönliche Umgang mit den Peers zu kurz gekommen ist und richtige Konfliktschlichtung gar nicht gelernt werden konnte - aber irgendwie raufen sich am Ende doch alle wieder zusammen.

Kommentare

Keine Kommentare vorhanden.

Um hier Kommentare abgeben zu können müssen Sie sich erst Anmelden!

Benutzername:     Passwort:    

Wenn Sie Ihr Passwort vergessen haben oder Sie sich registrieren wollen Klicken Sie bitte hier.


Sonderseiten
Kostbar
EXB Handwerk