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50 Jahre umsonst & draußen22.07.2026



Text und Foto: Thea Drexhage


Seit Gründung des Events haben sich mehr als 900 Künstler*innen aus Rock, Punk, Ska, Reggae oder Indie die Klinke in die Hand geben. Dazu arbeiten jährlich mehrere 100 ehrenamtliche Helfer*innen daran, dieses subkulturelle Kleinod für ca. 8000 Besucher*innen zu ermöglichen. Zum 50. Jubiläum lassen sich im Line-Up neben vielen kleinen Geheimtipps auch ein paar große Szenenamen finden. So zählen zu den Headliner*innen in der diesjährigen Ausgabe unter anderem die Elektro-Punks von Frittenbude und Kochkraft durch KMA, die Punkurgesteine von Slime oder ZSK, der Bremer Exportschlager Team Scheisse und die schwedischen The Baboon Show – diese reihen sich in eine lange Liste von Künstler*innen ein, die solch ein niedrigschwelliges Event unterstützen. Mit The Baboon Show ist passend zum Jubiläum auch eine richtig dicke Party garantiert. Die Band hat sich 2003 in Stockholm begründet und stellt seither einen wahren Garant für beste Stimmung auf Festivals dar. Punkrock trifft Glamrock trifft eine Show, die dem Bandnahmen gerecht wird. Die schier unerschöpfliche Energie von Frontfrau Cecilia Boström ist ansteckend. Selbst, wenn die Texte mal ernster und politischer sind, vermittelt die Band nie das Gefühl, den Kopf in den Sand stecken zu müssen, sondern einfach weiterzumachen – am besten in der Gemeinschaft. Die Gemeinschaft steht auch in Stemwede ganz oben. Jeder ist willkommen. An Genres klammert sich das Event dabei nicht, doch die Grundhaltung der Künstler*innen sollte stimmen. Es geht um ein friedliches Miteinander, Offenheit und Lust auf Neues sowie Kultur ohne Kommerz. Auch Kinder sind dabei herzlich willkommen und werden in der Programmplanung bedacht. So steht in diesem Jahr unter anderem die Band Randale auf der Bühne. Die Gruppe aus dem nahegelegenen Bielefeld macht über 20 Jahre Rockmusik für Kids, die kindgerechte Texte über den Alltag, Kinder, Schule, Essen oder Fantasiewesen verbindet mit waschechter Gitarrenmusik – und auch für die Eltern ist der ein oder andere Gag in den Songs versteckt. Das Festivalgelände unterteilt sich in mehrere Bühnen, einige lauter, einige leiser. Hinzu kommen Stände von NGOs, die über ihre Arbeit aufklären und natürlich darf auch das ein oder andere kulinarische Angebot nicht fehlen. Was für die Gäste umsonst ist, kostet hinter den Kulissen natürlich trotzdem Geld: Technik, Infrastruktur und Bands müssen bezahlt werden. Von den Teuerungen der letzten Jahre bleibt auch ein gemeinnütziges Festival nicht verschont. Daher sind die Veranstalter neben Sponsorings auch auf private Spenden angewiesen. Mehr Informationen dazu gibt es auf www.stemwederopenair.de

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