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„Wyrd Sisters“ von Terry Pratchett / Heute

Interview & Foto: Thea Drexhage

 

 


Diese drei Hexen unterscheiden sich charakterlich sehr und versuchen, eine Prophezeiung wahr werden zu lassen. Eigentlich dürfen sie sich aber nicht in das Schicksal einmischen. Wie in Macbeth gibt es auch einen Mordfall im Königshaus, um welchen sich die Handlung dreht. Wir begleiten nun also diese drei sehr unterschiedlichen Charaktere auf dem Weg, die Prophezeiung irgendwie wahr werden zu lassen. Gerade wie sie dabei zusammenarbeiten, ist sehr interessant. Da wäre zum einen Esme Wetterwachs. Sie ist die sehr strenge, No-Nonsense Hexe. Gytha Org ist die Hexe, die eine sehr große Familie hat und betrunken auf Familienfeiern für Aufsehen sorgt. Die jüngste der Hexen ist Magrat Knoblauch, die noch gar nicht so genau weiß, wie sie ihr eigenes Hexenwerk findet. Sie muss erst lernen, sich gegen die anderen beiden Hexen durchzusetzen und hat oft noch ganz romantische Ideen über das Hexendasein. Nun steht sie diesen beiden erfahrenen Hexen gegenüber, die auf das gleiche Ziel hinarbeiten. Ob sie dieses am Ende erreichen, möchte ich an dieser Stelle nicht spoilern.

MoX: Was hat Ihnen besonders gut gefallen?

Moss Bohrer: Generell schreibt Terry Pratchett sehr satirisch, was ich sehr gut finde. Trotz dieser ganzen Fantasy-Scheibenwelt ist das Buch trotzdem sehr menschlich und humanistisch. Das sind Hexen, die mit den schlimmsten Sachen wie Mord und Intrigen zu tun haben, aber trotzdem lerne ich ganz viel für das Leben dazu, wenn ich das Buch lese. Jedes Mal, wenn ich mir beispielsweise denke: Boah, was habe ich für anstrengende Kollegen auf Arbeit, dann lese ich Wyrd Sisters und denke, dass ich es doch gar nicht so schlimm habe.

MoX: Wem würden Sie das Buch empfehlen?

Moss Bohrer: Generell allen , die mit menschlichem Humor gern umgehen und die Gesellschaft und gesellschaftliche Stereotypen gern auf die Kappe nehmen.

MoX: Wie haben Sie das Buch gelesen?

Moss Bohrer: Auf das Buch muss ich in der Kindheit aufmerksam geworden sein. Ich bin relativ zweisprachig aufgewachsen und habe früh englische Bücher gelesen. Einer meiner Onkel hat mir irgendwann Terry Pratchett in die Hand gedrückt, nicht unbedingt Wyrd Sisters, aber eins der anderen Werke und meinte, dabei würde ich vielleicht etwas lernen. Seitdem bin ich an Pratchett hängen geblieben. Gelesen habe ich es in gedruckter Form, wie man an dieser Ausgabe gut sehen kann.

MoX: Was wissen Sie über den Autor?

Moss Bohrer: Er war ein britischer Autor, der 1948 geboren wurde und die Scheibenweltromane verfasst hat. Diese bestehen aus verschiedenen Reihen, wie der Hexenreihe aber auch der Todesreihe, die ich sehr empfehlen kann. Er schreibt sehr satirisch, aber auch sehr nah an der Gesellschaft.

Ort: Vorgestellt von Moss Bohrer, Dozierende an der CvO Universität

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