LzOLzO
OLDENBURG
Montag

22

Juli

Foto:
Über den Dächern von Oldenburg

Hier geht es zu den aktuellen Ausgaben

Suche:

direkte Antwort ohne Umwege!

Kleinanzeigen

Tonträger aller Art

MoX Soundcheck07.12.2022









Texte: Horst E. Wegener


Micah P. Hinson: I LIE TO YOU  (VÖ: 2.12.)
[font=Bembo]Wer Micah P. Hinsons Reibeisenstimme lauscht, ahnt, dass dieser in seinen Songs nicht einfach nur Liebe, Verlust, Bedauern, Drogenexzesse und Knasterfahrung besingt, sondern ihm einiges an Schicksalsschlägen schon in jungen Jahren selbst widerfahren ist. Aufgewachsen in einem streng christlich-fundamentalistischen Haushalt hat sich Micah in seiner Teenager-Zeit in Drogen verloren, was ihn hinter Gittern landen ließ. Wieder draußen versorgte ihn ein guter Freund mit einem Job, verhalf ihm zu einem Dach überm Kopf – und promotete die Musik des Schmerzens-Troubadour. Ob Wirbelsäulen-OP oder ein Autounfall, der eine Lähmung beider Arme nach sich zog - an abgründigen Texten herrscht in Hinsons Song-Repertoire kein Mangel. Und doch ziehen uns auch diese elf aus dem Leben gegriffenen „I Lie to You“-Geschichten erneut an, wie einen Süchtigen seine Drogenrationen. Immerhin verursacht das reine Hören keine bleibenden gesundheitlichen Schäden.[/font][font=Bembo] [/font]
[font=Bembo]
[/font]
[font=Bembo]
[/font]
Laura Hagnäs: HAGNÄS  (VÖ: 2.12.)
[font=Bembo]Wer wie Laura Hagnäs an der Westküste Finnlands aufwuchs, den dürfte der Umzug nach Berlin zunächst wie ein Schock getroffen haben. Doch in dem Maße, in dem sich Interessen in der nightlife-trubelig-ruppigen Stadt für Neuankömmlinge verlagern, wird das ursprünglich von Laura absolvierte Jura-Studium dem Songschreiben zusehends mehr untergeordnet. Bald überwiegt für sie ihr sich Austesten als Straßenmusikerin. Hilfreich ist dabei ihre elfenhaft schwebende Gesangsstimme und das Talent, Menschen mit unprätentiös und ehrlich erzählten Texten selbst dann zu berühren, wenn man als Zuhörer kein Finnisch, Schwedisch oder Englisch versteht. Ist[/font]´[font=Bembo]s nicht wunderbar, wie perfekt diese „Hagnäs“-Mischung aus filigranem Folk, Nordic Blues und Jazz endschleunigen lässt?!?[/font][font=Bembo] [/font]
[font=Bembo]
[/font]
[font=Bembo]
[/font]
Flash Forward: ENDINGS = BEGINNINGS  (VÖ: 9.12.)
[font=Bembo]Seit 2010 meistert die Combo aus Wesel ihren Alternative-Rock-Spagat zwischen radiotauglich-poppigen Tracks und pessimistisch-punkigen Live-Schmankerln. Die Songtexte sind stets persönlicher Natur und stellen auch auf „Endings = Beginnings“ Fragen, wie sehr einen düstere Umstände herausfordern, was die Akzeptanz schwieriger Situationen erfordert und wie man in ungewissen Zeiten nicht seine Zuversicht verliert. Dreizehn drukkvolle Songkracher, die garantiert keinen Winterblues aufkommen lassen; Hallelujah![/font][font=Bembo] [/font]
[font=Bembo]
[/font]
[font=Bembo]
[/font]
Daily Thompson: LIVE AT FREAK VALLEY  (VÖ: 2.12.)
[font=Bembo]Wen diese auf Hitradio-tauglichen Paarminuten-Songs bisweilen nerven, dem sei Daily Thompsons brandneuer Longplayer ans Herz gelegt: Nur fünf Tracks enthält das „Live at Freak Valley“-Album der Dortmunder, die sich allerdings zu gut 44 Minuten Spielzeit addieren. Wie üblich brettert es tüchtig, wenn das Trio loslegt, man das Publikum mit Noiserock à la Sonic Youth in Partylaune versetzt, sich spielfreudig von Stoner- über Desert- zu Spacerock hangelt. Unfassbar, wie orchestral drei Musiker klingen können – und wer Indierock nach den 1990ern als Auslaufmodell einstufen mochte, wird mit dieser LP eines Besseren belehrt.[/font][font=Bembo] [/font]
[font=Bembo]
[/font]
[font=Bembo]
[/font]
Boppin´ B: SAXBOMB  (VÖ: 2.12.)
[font=Bembo]Ursprünglich für einen einzigen Schulfest-Auftritt von den Aschaffenburger Gymnasiasten Golo Sturm und Thomas Weiser zusammengetrommelt, führte nach diesem umjubelten Konzert anno 1985 kein Weg an musikalischem Nachschlag im örtlichen Irish Pub vorbei. Und auch danach wurden Fangemeinde, Radius der Tourneen und Bekanntheitsgrad des Quintetts mit seiner unbändigen Leidenschaft für die Styles der 1950er-Rockabilly-Ära immer größer. Als Corona den Kulturbetrieb dann fast in die Knie zwang, standen unsere Aschaffenburger Rock[/font]´[font=Bembo]n[/font]´[font=Bembo]Roller mit einem Mal ohne ihren Stamm-Saxofonisten Frank Seefeldt da. Kurzentschlossen machte man aus der Not eine Tugend, holte ersatzweise gleich zwei neue Mitstreiter an Franks Instrument ins Boot. Und hat nach dessen Genesung jetzt eine geniale Idee in die Tat umgesetzt, indem die Truppe einige mehr oder weniger bekannte Songs der eigenen Geschichte mit einem fetten Drei-Mann-Bläsersatz neu einspielen mochte. Mitreißend![/font][font=Bembo] [/font]

Sonderseiten
MoX-DIABOLO Ratgeber
EXB Handwerk