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Richtig individuell10.09.2020



Text: Horst E. Wegener

In puncto Kultur hat uns diese schier endlose, bleierne Coronazeit drastisch vor Augen geführt, wie nötig wir Liveaufführungen haben und dass es ein existentielles menschliches Bedürfnis ist, Kunst zu erleben, die sich gerade jetzt, in diesem Augenblick, physisch vor uns ereignet – nicht gestreamt auf einem Monitor oder gar Smartphone. Sobald man sich also mit jener seltsamen Mischung aus Beklemmung und Erleichterung wieder auf den Besuch von Locations einlässt, die bis auf weiteres nur einen Bruchteil des möglichen Publikums aufnehmen dürfen, wird einem der monatelange Verzicht schnell bewusst.
Ist´s so gesehen nicht umso mehr eine Freude, dass im Jazz vieles extrem individuell gehandhabt wird? Verständlich, dass Jonathan Maag, seit gut einem Jahr Fachbereichsleiter Jazz, Rock, Pop an der Kreismusikschule Leer, den Vorzügen der Improvisation eine Lanze bricht -– ohne die für ihn der Jazz kein Jazz wäre. Wann immer der 1986 in Süddeutschland geborene Vollblutmusiker sein Saxophon auspackt, um mit Gleichgesinnten zusammen zu grooven und zu swingen, entwickelt sich etwas: Gespielt wird gerade live in den seltensten Fällen  nach Noten, sondern immerzu spontan nach Gefühl.  Obwohl man dem Wahl-Leeraner Maag attestieren darf, dass er allen Musikrichtungen gegenüber aufgeschlossen genug ist, um diese etwa mit seinen Schülern auszuloten, hatte ihn höchstpersönlich der Jazz bereits mit 13 Jahren an der Schwenninger Musikschule begeistert. Schon nach drei Jahren Saxophon-Unterricht war es dem Schwarzwald-Bub damals klar, dass er auch beruflich in dieser Richtung weitergehen wollte. Also studierte Maag in Bern und Berlin Jazz, trat dem Landes- und Bundesjugendjazzorchester bei, etablierte sich als freiberuflicher Musiker, der mal hier, mal dort spielte. Um zudem ein zusätzliches Standbein zu haben, machte sich der Berufsmusiker sein pädagogisches Gespür zunutze. Gemeinsam mit Oldenburgs Jazz-Drummer Philipp Pumplün, dem Pianisten Jürgen Gienk und Bassist Michael Haupt ist´s dem Leeraner Pädagogen beim Jazzquartett Der schwarze Rasmus ein Anliegen, sich keiner bestehenden Stilistik unterzuordnen. Und das ist gut so.

Jazzquartett Der schwarze Rasmus
19.9. | ab 20 Uhr im Wilhelm13, OL



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