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Jazz-Bass-Phänomen: Kinga Glyk06.11.2019



Text |  Horst E. Wegener

Natürlich spielt es dabei eine nicht ganz unwesentliche Rolle, dass Kinga Glyk einer Musikerfamilie entstammt. Ihr Vater Irek – selber Jazzschlagzeuger und Vibraphonist in Polen – förderte das Talent seiner früh bassaffinen Tochter, indem er die damals gerademal Zwölfjährige ins Familientrio holte. Das Glyk PIK Trio stand häufig auf der Bühne, was der Teenagerin zu reichlich Spielpraxis verhalf. Und hyperbegabt, wie Glückskind Kinga ihren E-Bass zupfte, fühlte sie sich dann mit 18 Jahren mehr als bereit, ihr Debütalbum „Registration“ aufzunehmen. Ab diesem Zeitpunkt drückte die von der internationalen Fachwelt als weibliche Antwort auf die Jazzbass-Legende Jaco Pastorius gefeierte Ausnahmemusikerin ihren sämtlichen Songs den unverkennbaren Kinga-Stempel auf – was von jungen, nicht sonderlich jazzbegeisterten Youtube-Clipfans und älteren Konzertgängern gleichermaßen mit Interesse zur Kenntnis genommen wurde. „Happy Birthday“, wie Kinga ihr Album Nummer zwei nannte, folgte 2016 nach, aus Szeneclubs in der Region um die Glyk´sche Heimatstadt Kattowitz wurden Säle in ganz Polen, aus kleinen Gigs Festivalauftritte im Umkreis renommierter Kollegen, bis hin zum Stuttgarter Jazz Open oder auch dem Festival da Jazz in Sankt Moritz. Eine von der Solo-Künstlerin zudem ins Internet gestellte Coverversion von Eric Claptons Ballade „Tears in Heaven“ ließ Kingas Klickzahlen geradewegs durch die Decke schießen, brachte der selbstbewussten, hübschen Jazzerin dann im März 2017 prompt einen Beitrag im ZDF-heute journal ein.
Die passionierte Hutträgerin gilt der hiesigen Presse mittlerweile als „die große Hoffnung des europäischen Jazz“ (Spiegel), wird als „strahlender neuer Stern am Jazzfirmament“ gefeiert (FAZ). Auch dank ihrer unbändigen Spielfreude, mit der Kinga ihre Eigenkompositionen aus Jazz, Rock, Blues und Funk immerzu in musikalisch-dynamische Cocktails mit vielfach tanzbaren Facetten verwandelt, stehen zusehends mehr jüngere Semester um Tickets für ihre Konzerte an. „Feelings“ heißt ihr brandneues Album - das wie zuvor schon „Dream“ vom internationalen Label Warner vertrieben wird. Im Rahmen ihrer PR-Tour fürs Anfang November erschienene Album schaut Kinga Glyk auch in Oldenburg vorbei. Und es dürfte wohl mit dem Teufel zugehen, wenn sich die Ausnahmebassistin im Rahmen ihres bevorstehenden Liveauftritts in der Kulturetage nicht spätestens zur obligatorischen Zugabe-Nummer in den Schneidersitz begibt, um ihre Soloversion von Claptons „Tears in Heaven“ zu zupfen. Wie war das mit dem mangelnden Gesangstalent, Kinga?

Kinga Glyk “Feelings”-Tournee
11. 11., 20 Uhr, Kulturetage, OL

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