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Jung, aber entschlossen: Pure Tonic produzieren frischen Metal16.10.2019



Text |  Raphael siems

Neun Jahre ist die Formation mittlerweile unterwegs. Dass in dieser Zeit einiges passiert ist, lässt sich kaum bestreiten. Als die fünf Jungs Passi, Pietschi, Eike, Paddi und Dennis – schon witzig, was für Gewalt sich hinter solchen Verniedlichungen manchmal versteckt – 2010 ihr Projekt gründeten, konnten sie nicht einmal ihre jeweiligen Instrumente richtig stimmen. So fallen Worte wie etwa „ausbaufähig“, wenn sie sich an ihre ersten Konzerte zurückerinnern. Doch für Demotivation bot ihr enger Proberaum im Niedersächsischen Ölkershusen keinen Platz. Das beweist nicht zuletzt die Tatsache, dass die Formation 2017 den Preis für den „besten Gitarristen“ vom SPH Bandcontest mit nach Hause nehmen konnte. Stattdessen ließen sie sich von ihren Favoriten inspirieren – darunter Bands wie Volbeat, Foo Fighters oder Emil Bulls – und versuchten, aus den verschiedenen Elementen, die sie geprägt haben, eine neue Musik zu kreieren. Die Einflüsse sind durchaus wiederzuerkennen. Betrachtet man z.B. letztgenannte Band, die ihren eigenen Stil mit den Worten beschreibt: Süße Melodien, die im Ohr bleiben, kombiniert mit einer gewaltigen Wand aus Jähzorn, so lässt sich dies doch ungefähr vergleichen mit den Worten, die Pure Tonic für ihre eigene Beschreibung gebrauchen: Fesselnde Melodien, fast Hymnen-artiger Gesang, katapultiert in die moderne Zeit des Rock und Metal. Trotz dieser Parallelen lässt sich gleichermaßen erkennen, dass über die Jahre genauso gut ein eigener Stil entstanden ist, der sich von den genannten Einflüssen distanziert und die Formation zu einer individuellen Band macht. Der aggressive Gesang ist keine jener Stimmen, die viele Labels auf ihrer Suche nach radiotauglicher Musik herauspicken, mit dem Ergebnis, dass am Ende alles sehr ähnlich klingt. Stattdessen enthält er etwas Charakteristisches, Wiedererkennbares – quasi das notwendige Etwas, um sich aus der Masse hochschaufeln zu können. Das ist auch das Ziel, dem die Jungs mit ihrem ersten Album „Bliss n‘ Bleakness“ ein Stück näherkommen möchten. Die dazugehörige Tour ist bereits im Gange und wird im Rahmen der Jever Hafenkonzerte auch in Oldenburg Halt machen.

Pure Tonic
Di, 22.10., 20 Uhr, umBAUbar, OL

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