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Wochenzeitung DIABOLO:
Jorge Luis Pacheco
Mister Flying Hands in concert07.02.2019

<i>Wochenzeitung DIABOLO:</i><br />Jorge Luis Pacheco<br />Mister Flying Hands in concert

text |  Horst E. Wegener

Mag sein, dass es jemand, der wie Jorge Luis Pacheco in einem musikalischen Elternhaus aufwuchs, vorbestimmt war, bereits in jungen Jahren ein Instrument erlernen zu dürfen. Mit einem Vater, der schon zu Zeiten von Fidel Castros Herrschaft weit über die Stadtgrenzen von Havanna hinaus als Opernsänger geschätzt wurde und einer Mutter, die einen der bekanntesten kubanischen Chöre leitete, ist’s überdies naheliegend, dass zum Freundeskreis der Familie jede Menge Musiker zählen.

Darunter auch Chucho Valdez, eine internationale Jazzpiano-Größe – dessen Art, über die weißen und schwarzen Klaviertasten zu wirbeln, dem jungen Pacheco extrem imponierte. Bis heute bezeichnet Jorge Luis Pacheco Valdez neben Gonsalito Rubalcaba und Keith Jarrett als Vorbild. Als jemanden, der dem achtjährigen Steppke die erste Jazz-CD zum Geburtstag schenkte und ihm später dann auch den Weg von der Insel in die weite Welt hinein wies. Lange bevor es Pacheco via USA nach Europa verschlug, galt der Pianist, zugleich Komponist, Arrangeur, Perkussionist und Sänger als junger Vorzeige-Jazzer. Ein Kosmopolit, der in renommierten Jazzclubs in den USA, Mexiko und auf Kuba auftreten konnte, wo er mit Größen wie dem Startrompeter Wynton Marsalis oder dem Jazz-Lincoln-Center-Orchestra zusammenarbeiten durfte. Von der internationalen Presse als „Mister Flying Hands“ bejubelt, mit Trophäen wie dem Publikumspreis sowie dem zweiten Jurypreis beim Jazz-Piano-Wettbewerb in Montreux anno 2014 geehrt, wohnt Pacheco seit Januar 2016 in Oldenburg.
Drei Jahre zuvor hatte der Kubaner im Rahmen eines internationalen Musikprojektes der Carl-von-Ossietzky-Universität in der Huntestadt die deutsche Gesangsstudentin Anna-Rabea Schulz kennen und lieben gelernt. Die unvermeidliche Fern- und Pendelbeziehung der beiden Turteltäubchen endete vorm Traualtar – zunächst in Havanna und hernach zum zweiten Mal in Wilhelmshaven. Währenddessen baute die in Oldenburg Musik mit Schwerpunkt Gesang und Chorleitung büffelnde Studentin ihren Master. Und leitet seither wie ihre Schwiegermutter im fernen Havanna mehrere Chöre in der Nordwest-Region Deutschlands; ist überdies längst auch die unverzichtbare Gesangspartnerin ihres Ehemanns in dessen neuem Quartett geworden. Ansonsten mit von der Partie sind der Oldenburger Musikdozent und Latin-Jazzbassist Helmut Reuter sowie Thomas Hempel hinterm Schlagzeug.
Gemeinsam jammen sich die Eheleute Pacheco und ihre Mitstreiter dieser Tage mal wieder durch Jorge Luis´ eigene Kompositionen, schwelgt man in kubanischen Evergreens oder gibt zeitlose Klassiker von den Beatles bis hin zu Leonard Cohen oder George Gershwin zum besten. Da muss es niemanden wundern, wenn sich beim anstehenden Wilhelm13-Konzert Fernwehfeeling breit machen sollte.

Jorge Luis Pacheco Quartett
Sa. 9.2., 20 Uhr, Wilhelm13, OL

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