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Wochenzeitung DIABOLO:
Josh Island
Kein Standard Singer-Songwriter07.02.2019

<i>Wochenzeitung DIABOLO:</i><br />Josh Island<br />Kein Standard Singer-Songwriter

Text  |  raphael siems

Dieser junge Künstler reist mit seiner Gitarre durch die Gegend, erzählt Geschichten und verpackt sie – wie er selbst formuliert – in Folk-Pop, Jazz und warmen Soul-Blues. Im Rahmen seiner bevorstehenden Tour stehen aktuell dreizehn Konzerte im Terminkalender, darunter auch eines in Oldenburg.

Stilistisch sieht sich Island beeinflusst von Musikern wie Jamie Cullum oder John Mayer. Die Gelegenheit zur siebenmaligen Grammy Award-Ehrung, wie es bei letzterem der Fall war, hatte er in seinen jungen Jahren zwar noch nicht, dafür aber immerhin zur zweimaligen Auszeichnung beim Screaming Fields Song Contest, einem Event in Luxemburg, das talentierten Newcomern zu ihrem Aufstieg verhelfen soll. Im März letzten Jahres konnte der Musiker seine erste EP mit dem Titel „One“ veröffentlichen. Darauf enthalten sind fünf Songs, die im Grunde genau das wiedergeben, was er mit den obengenannten Worten beschrieben hat. „Charles & James“ ist einer dieser Songs, und ein gutes Beispiel, um zu verdeutlichen, wie sich Island von so manch anderen Singer-Songwritern hervorhebt. So setzt er etwa bei seiner Gitarrenbegleitung auf eine ausgefeilte Anschlagtechnik: die Akkorde, oftmals erweitert durch die Optionstöne des Jazz, werden rhythmisch interessant gestaltet, beispielsweise indem er sie nicht bloß auf den Zählzeiten, sondern zumeist dazwischen spielt. Eine separate Bassmelodie verläuft zur selben Zeit. Parallel dazu tritt der Musiker im regelmäßigen Takt mit dem Fuß auf eine sogenannte Stompbox, ein kleines Pedal, das an einen Verstärker angeschlossen ist und den tiefen Sound einer Bassdrum imitiert – sehr praktisch gerade für Künstler, die solistisch unterwegs sind. Mit diesen drei voneinander unabhängigen Komponenten wird sozusagen eine ganze „Unplugged“-Band ersetzt. Und so wie die instrumentale Begleitung arrangiert ist, verhält es sich eben auch mit dem Gesang. Die Blue Notes sind diejenigen Noten, die im Blues für das Salz in der Suppe verantwortlich sind – sie machen eine Melodie oftmals erst wirklich interessant. Offensichtlich macht auch Island gerne von ihnen Gebrauch, teils mit hoher Kopfstimme, aber stets sauber intoniert. Warum nun aber so viel Theorie? Einfach deshalb, weil hier deutlich wird, dass es dem Sänger und Gitarristen nicht lediglich um die Geschichten geht, von denen seine Texte handeln, sondern auch darum, dass die Musik dabei nicht beliebig erscheint. Weg vom Standard und hin zum cleveren Arrangement. Zur eigenen Überzeugung bietet sich Ende Februar die Gelegenheit.

Josh Island
Do. 28.2., 20 Uhr, UmBAUbar, OL

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