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Wochenzeitung DIABOLO:
Gregor Meyle
Hat schon viel Zeit mit Leuten in dunklen Kellern verbracht29.11.2018

<i>Wochenzeitung DIABOLO:</i><br />Gregor Meyle<br />Hat schon viel Zeit mit Leuten in dunklen Kellern verbracht

Text und foto  |  Ralf Koch

Sein letztes Konzert in der Kulturetage war monatelang vorher ausverkauft – also nimmt er dieses Mal die Weser-Ems Halle.  Logischer Schritt. Und dass die Hallengröße für ihn keine Rolle spielt, hat er längst bewiesen. Ob er – wie jahrelang vorgekommen – vor 30 Leuten spielt oder vor 1030, er bleibt der Entertainer, der am liebsten mit jedem einzelnen Gast ins Gespräch kommt.

So kennt man ihn aus früheren Jahren genauso wie aus den „Sing meinen Song“ Shows. Da können die Ansagen schon mal ein wenig länger werden. Was aber, so hat man das Gefühl, nicht zu lasten der Anzahl der Songs geht – dann werden halt die Konzerte etwas länger. Diese Unverkrampftheit, die sich vom Betreten der Bühne sofort breit macht, ist auch im Interview spürbar, in dem er sich gerne auch mal 90 statt der üblichen 30 Minuten Zeit nimmt. Und in dem er zur Hallengröße bestätigt: „Wir sind bei rund 1500 Leuten, manchmal mehr, was eine schöne Größe ist, weil man von den Leuten noch was mitbekommt und wo man von den Leuten auch noch was zurückbekommt. Das ist ein schöner Austausch von Energie, größer muss es gar nicht werden. Ich find’s z.B. doof, wenn ich auf die Bühne komme und diesen fetten weißen Strahler im Gesicht habe, so dass ich nichts mehr sehe. Dann bin ich viel zu sehr mit mir selbst beschäftigt. Dann musst du auf Knopfdruck so funktionieren. Mein Geheimtipp, mich nicht beobachtet zu fühlen, ist, selbst die Leute zu beobachten.“
Mit neuem Album, für das er sich und seinen Fans seinem Zweijahresrhythmus einmal mehr treu geblieben ist, kommt er am Samstag, 1. Dezember in die Weser-Ems Halle. „Hätt' auch anders kommen können” heißt sein neues Album, dabei schon im Titel(song) Zeugnis seiner Demut für das, was ihm in den letzten Jahren widerfahren ist. „Es hätte auch in eine komplett andere Richtung gehen können. Dass ich keine Musik machen kann, dass ich keine Familie davon ernähren kann. Ich war mehrmals kurz davor, die Gitarre an den Nagel zu hängen, und deshalb bin ich sehr stolz und glücklich mit dem Leben, das ich jetzt führen kann und für das ich früher vielleicht auch viel „normales“ Leben geopfert habe. Nicht dass mich das je gestört hätte, aber ich habe schon viel Zeit mit Leuten in dunklen Kellern verbracht, in denen andere Leute Partys gefeiert und andere tolle andere Sachen gemacht haben. Ich bin halt nicht nach Neuseeland gereist nach dem Abi, sondern hab mit 17 meinen Gewerbeschein gemacht und bin auf Tour und hab halt 300 Jobs im Jahr gemacht. Ich habe sehr, sehr viel gearbeitet in meinem Leben, und das war ne gute Schule. Wenn man heute mal hadert und denkt, es geht nicht weiter, dann weiß man, dass man früher noch viel mehr gemacht hat, um weiter zu kommen.

Gleichzeitig ist es vor allem ein erneuter Beweis für seine unverrückbare Fähigkeit, einmalige Songs zu kreieren. Mehr noch als auf den beiden Vorgängern kehrt er zurück zu den wirklich intimen großartigen Momenten – und präsentiert sich darüber hinaus mal kubanisch, mal mit Rap-Gast oder mit Jazz-Strukturen abwechslungsreich wie nie.

1. Dezember 2018, Weser-Ems-Halle OL

20:00, Einlass 18:45

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