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Bereit für eine internationale Erfahrung?
Kirsten Grundmann, Mobilitätsberaterin der HWK Oldenburg01.03.2018

<i>MoX - Veranstaltungsjournal</i><br />Bereit für eine internationale Erfahrung?<br />Kirsten Grundmann, Mobilitätsberaterin der HWK Oldenburg

Erfahrungen im Ausland zu sammeln, davon träumen viele junge Menschen. Studenten absolvieren während des Studiums häufig ein Auslandssemester. Was viele nicht wissen ist, dass man auch Auslandserfahrung sammeln kann, wenn man sich für eine duale Ausbildung entscheidet. Auslandspraktika bieten sich in erster Linie dafür an, Sprachbarrieren zu überwinden, Erfahrungen in anderen Betrieben zu erwerben und um internationale Kontakte zu knüpfen. So würde es auch Kirsten Grundmann zusammenfassen. Sie ist Mobilitätsberaterin der Handwerkskammer Oldenburg und für das Projekt ‚Berufsbildung ohne Grenzen‘ zuständig, in dem vor allem junge Auszubildende für einen Aufenthalt im Ausland begeistert werden sollen. „Der internationale Bezug dieser Stelle hat mich sofort angesprochen, weil ich in meinem Berufsleben selbst Auslandserfahrung sammeln konnte.  Ich finde es toll, dass Auszubildende heute auch diese Möglichkeit haben und ich sie dabei unterstützen kann“. So begründet Kirsten Grundmann ihre Entscheidung für diese Stelle, aber auch ihre Begeisterung für ihren Beruf. Seit 2014 arbeitet sie in der Mobilitätsberatung der Handwerkskammer Oldenburg. Gefördert wird ihre Arbeit durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie sowie durch den Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und den Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH). In deren initiiertem Programm ‚Berufsbildung ohne Grenzen‘ berät und unterstützt ein bundesweites, kammerübergreifendes Beraternetzwerk Betriebe und Auszubildende bei der Organisation von Auslandspraktika. Finanzielle Unterstützung erhalten die Teilnehmer dabei aus dem EU-Programm ‚Erasmus+‘. „Wesentliche Voraussetzung für die Teilnahme an dem Programm ist das Absolvieren einer Ausbildung. Das Fördergeld kann sogar bis ein Jahr nach Abschluss der Ausbildung genutzt werden. Von Seiten der Handwerkskammer Oldenburg ist es so, dass die Teilnehmer volljährig sein müssen.“ Wenn die Auszubildenden oder die Betriebe Interesse an einem Auslandspraktikum bekunden, findet zunächst ein ausführliches Informationsgespräch statt. „Dort gebe ich erst einmal einen Überblick darüber, was überhaupt möglich ist und wie die Abläufe sind. Da geht es z.B. um Fördermittel, Versicherung, Unterkunft sowie sprachliche und interkulturelle Vorbereitung. Im Anschluss an das Gespräch können die Auszubildenden oder aber die Ausbilder selbst überlegen, ob sie sich dafür endgültig entscheiden.“ Ja, richtig gelesen, auch die Ausbilder selbst können Förderung für einen Auslandaufenthalt beantragen. Ist die Entscheidung gefallen, begleitet und unterstützt Kirsten Grundmann die Auszubildenden (oder aber die Ausbilder) bei ihren nächsten Vorgehensweisen. „Ich erhalte wöchentliche Berichte von den Auszubildenden, in denen sie stichpunktartig festhalten, welche Tätigkeiten sie erledigt haben und ein kurzes  Fazit der Woche abgeben. Mir ist es wichtig, dass die Teilnehmer ihre Zeit vor Ort reflektieren und bewusst wahrnehmen, ob es z.B. Unterschiede zum Arbeiten oder Leben in Deutschland gibt, positive oder negative.“ Sollten Probleme auftreten, versucht Kirsten Grundmann zusammen mit den Auszubildenden, eine Lösung zu finden. Ein wichtiger Punkt ist unter anderem das soziale Umfeld. „Für die meisten ist es wichtig, dass sie vor Ort in ihrer Freizeit nicht alleine sind, sondern andere Leute kennenlernen, mit denen sie etwas unternehmen können. Damit steht und fällt ja das Heimweh. Hier empfiehlt es sich, wenn wir über unsere Partner im Ausland z.B. einen Sprachkurs für die Auszubildenden organisieren oder einen Besuch der Berufsschule. Dort lernen sie Menschen auch aus anderen Ländern kennen.“ Sprachkenntnisse sind keine zwingende Voraussetzung für den Auslandsaufenthalt. Im Handwerk kann die Verständigung genauso gut durch das Zeigen funktionieren, diese Erfahrung hat Kirsten Grundmann immer wieder gemacht. „Grundsätzlich“, wie Grundmann betont, „geht es darum, über die Grenzen hinaus zu denken und offen für andere Kulturen zu sein.“ Auslandspraktika beherbergen zudem auch eine soziale Komponente: „Die Auszubildenden werden durch so eine Erfahrung viel selbstbewusster. Anfangs wirken einige von ihnen noch schüchtern. Wenn sie wiederkommen sind sie viel offener und geraten ins Schwärmen und Erzählen.“

Text und Foto: Dana Hubrich

Foto:
Gärten in der Innenstadt

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