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MoX - Veranstaltungsjournal
Initialzündung
Rydi Brax aus Wilhelmshaven01.02.2018

<i>MoX - Veranstaltungsjournal</i><br />Initialzündung<br />Rydi Brax aus Wilhelmshaven

Manchmal bedarf es nur eines kleinen Anstoßes, bevor die Dämme brechen und verborgene Potenziale ans Licht kommen. Bei der Wilhelmshavener Band Rydi Brax kam dieser kleine Anstoß in Form von Sänger Jonathan. Mit seinem Auftreten im Proberaum der Band stimmte plötzlich die Mischung und das Quartett konnte so richtig loslegen. Das Quartett hat dabei in kurzer Zeit viel erreicht und hat nicht vor, sich demnächst zur Ruhe zu setzen.

Bands funktionieren nur in der richtigen Zusammensetzung, stimmt die Chemie nicht, dann stimmt auch das Ergebnis nicht. Aber wie findet man die richtige Chemie? Im Fall von Rydi Brax fängt zunächst alles mit einer Kleinanzeige an. Gitarrist Joerg, Bassist Rudi und Schlagzeuger Timo finden sich auf diese zu einer Band zusammen. Jeder Einzelne des Trios war auf der Suche nach einem neuen musikalischen Projekt, sei es, weil man nach langer Zeit mal wieder in einer Band spielen wollte oder weil man auf der Suche nach einer musikalischen Abwechslung war. Musikalisch findet man schnell zusammen, wenn auch jeder aus unterschiedlichen Musikrichtungen kommt. Beim gemeinsamen Proben entstehen schnell erste Songs. Doch zum vollkommenen Band-Glück fehlt noch die passende Stimme. Zunächst probiert man es mit einer Sängerin, aber so recht will man nicht zusammenpassen. Also geht die Suche weiter, bis irgendwann Jonathan Linton im Proberaum der Band erscheint. Bisher Sänger in einer Metal-Band ist auch er auf der Suche nach neuen musikalischen Wegen. „Jonathan war gleich von Anfang an nicht zu bremsen. Er kam in den Raum und hat sofort angefangen Sachen aufzubauen, hat Gitarre gespielt und gesungen. Wir mussten ihm irgendwann sagen, dass es jetzt genug ist“, erinnert sich Joerg. Keine Frage, Jonathan war von da an Mitglied der Band und für Rydi Brax ging es jetzt richtig los.
„Wir kommen alle aus unterschiedlichen Stilrichtungen und bringen in unsere Songs diese vielen Einflüsse ein“, so Jonathan über den Stil der Band. Am ehesten lässt sich dieser wohl unter dem Label Alternative Rock zusammenfassen, aber selber will sich die Band keiner Stilrichtung unterwerfen. Viel lieber will man einfach experimentieren und sich aus den Einflüssen des Punks, Stoners und Hard Rocks seinen eigenen Soundbaukasten zusammen setzen. Zu hören gibt es das bereits auf der ersten EP der Gruppe. Unter dem Titel „The 18:60 EP“ hat man fünf Songs veröffentlicht, die die stilistische Bandbreite der Band abbilden. Zwischen Punk, Grunge und Hard Rock werden Themen mit Gegenwartsbezug behandelt, zudem gibt es eine Liveaufnahme aus dem Proberaum. „Wir haben die Platte im Homerecording aufgenommen, ohne große Effekte, damit alles direkt und ehrlich klingt“, so Jonathan. Ohne Umschweife wurden Gitarre, Bass und Schlagzeug aufgenommen, ohne auf die ausgeklügelte Technik eines Tonstudios zurückzugreifen. Das Resultat klingt dann ebenso kraftvoll und direkt, wie man es sich vorstellt. Rockige Gitarren paaren sich mit einem kraftvollen und groovenden Schlagzeug, während der Bass sich auch vor funkigen Linien nicht scheut.
Seit dem die Band im Mai 2017 zusammengefunden hat, haben sich also schon einige Songs angesammelt, die auch auf einer Platte aufgenommen wurden. Darüber hinaus hat sich die Band schon auf Bühnen im Nordwesten herum getrieben. In Nordenham und Leer wurde man gesehen und für den Sommer hat man die nächsten Gigs geplant. Beim Delmenhorster Stadtfest, dem Wochenende an der Jade oder dem Scheppertwood Open Air wird man das Quartett dann sehen und vor allem hören können. Bei der Suche nach Auftrittsmöglichkeiten kommt der Band mit Sicherheit zugute, dass alle Musiker schon über viele Kontakte in der norddeutschen Musikszene verfügen. „Nur nach Oldenburg haben wir es noch nicht geschafft, aber das kann ja noch kommen“, so Jonathan. Lohnen würde es sich auf jeden Fall.

Text und Foto: Christoph Kienemann

Foto:
Jugend in Oldenburg

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