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Plan kommt26.11.2020



Auf dem „Grauen Wohnungsmarkt“ wer-den unter fragwürdigen Mietbedingungen möblierte Zimmer an einkommensschwa-che Menschen vermietet, jedoch zu erhöh-ten Quadratmeterpreisen. Viele der Per-sonen sind alleinstehende Männer und haben eine unsichere Einkommenssitua-tion. Daher haben gerade diese Personen Schwierigkeiten, am Wohnungsmarkt eine Bleibe zu finden. Diesem Problem widmete sich der Sozialausschuss in seiner Sitzung am 23. November. Im März nächsten Jahres will die Ver-waltung einen Plan ausgearbeitet haben, mit dem sie den Entwicklungen auf dem grauen Wohnungsmarkt begegnen will. Auch in Oldenburg leben Menschen in Wohnsituationen, die hinsichtlich des baulichen Zustandes, des Wohnumfeldes und der unangemessen hohen Mieten als prekär angesehen werden müssen. Aktuell geht die Verwaltung dabei von 120 Mietverhältnissen in 16 Immobilien aus, die dem grauen Wohnungsmarkt zuzurechnen sein könnten. Die Gestal-tung der einzelnen Mietobjekte unter-scheidet sich dabei erheblich voneinander und lässt kein einheitliches Bild zu. In einer ämterübergreif
enden Arbeitsgruppe hat die Verwaltung daher erste Hand-lungsleitlinien verfasst, die das Problem verringern sollen. Ziel der Maßnahmen müsse es sein, unter Einbeziehung der individuellen Lebenssituationen sowie der persönlichen Wünsche und Haltun-gen dieser Menschen die jetzigen Bedin-gungen und Wohnzustände in ihrem Sinne zu verbessern und Alternativen anzubieten, die auf ihre Bedürfnisse zuge-schnitten sind. Daher sollen in Situatio-nen, in denen besonders prekäre Wohn-verhältnisse bestehen, Gespräche mit Vermieter*innen geführt werden und auf åeine Verbesserung der Situation hinge-arbeitet werden. Darüber hinaus soll mit freien Trägern kooperiert werden und die Problematik soll in das Gesamtkonzept niedrigschwel-lige Wohnungslosen- und Suchthilfe auf-genommen werden. So könnte beispiels-weise die Diakonie als sozialer Vermieter auftreten, die Wohnungen von Privat anmietet und diese wiederum an Men-schen in prekären Wohnsituationen untervermietet. Für Menschen, die Pro-bleme haben, Grundanforderungen eige-ner Mietverhältnisse sicherzustellen - wie Selbstversorgung, Reinigung, Beachtung der Hausordnung - soll eine Wohnform entstehen, in der Hilfsangebote bei Not-wendigkeit vorhanden sind und ange-nommen werden können. Ein solches Konzept wird beispielsweise in Köln unter dem Titel Hotel Plus erfolgreich umgesetzt. Für Menschen in unzumutbaren Wohn-verhältnissen soll zudem das Housing First Konzept umgesetzt werden. Letz-teres First stammt aus der US-amerika-nischen Sozialpolitik und stellt eine Alter-native zum System der Notunterkünfte sowie der vorübergehenden Unterbrin-gung dar. Im Unterschied zu anderen Programmen müssen sich obdachlose Menschen nicht durch verschiedene Ebe-nen der Unterbringungsformen für dau-erhafte Wohnungen „qualifizieren“, son-dern können direkt in eine „eigene“ Wohnung ziehen. Die SPD-Fraktion hatte sich für dieses Modell eingesetzt. Die Ratsmitglieder begrüßten das Vor-gehen der Verwaltung. Die Konzepte Hotel Plus und Housing First seien für Oldenburg zielführend, merkte Rita Schilling (Grüne) an. Es sei jedoch bedauerlich, dass die Stadt beispielsweise das ehemalige Park Hotel verkauft habe, anstatt die Immobilie für Projekte in die-sem Bereich zu nutzen.

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