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Wochenzeitung DIABOLO:
Serie: Künstler von Hier
11 Fragen an … Susanne Barelmann01.11.2018

<i>Wochenzeitung DIABOLO:</i><br />Serie: Künstler von Hier <br />11 Fragen an … Susanne Barelmann

interview und foto  |  Karin Peters

„Genoito“ - was so viel wie „Amen“ oder „es geschehe“ bedeutet – hat Susanne Barelmann eines  ihrer surrealen Fotogemälde (s. oben) genannt. Der Titel deutet das Thema an. Alles andere „geschieht“ im Kopf des Betrachters. So frei und persönlich wie ihre Arbeiten, die sie am Bildschirm aus einem virtuosen Mix unterschiedlichster Fotomotive kreiiert, sind die Möglichkeiten der Interpretation. Was auf den ersten Blick skurril, absurd, vielleicht sogar ohne Zusammenhang erscheinen mag, regt an zu eigenen Gedankenspielen und neuen Sichtweisen. Einige ihrer Arbeiten erinnern an Theaterkulissen und Szenen mit maskenhaften Darstellern. Das liegt sicher daran, dass Barelmann schon seit vielen Jahren am Oldenburger Theaterhof 19 als  Regieassistentin sowie in der Ton- und Lichttechnik mitmischt. Ansonsten hält sich die freischaffende Fotokünstlerin mit Kursen und Projektarbeiten im Blauschimmel-Atelier, im Atelier Farbsinn der  Gemeinnützigen Werkstätten,  an Schulen und öffentlichen Bildungsstätten finanziell über Wasser. Ihre wahre Passion,  die Freie Kunst, hat sie in Hannover studiert und mit dem Diplom abgeschlossen. Seit 2009 ist sie Mitglied im Bund Bildender Künstler Oldenburg. Die sehr unterschiedlichen, immer wieder überraschenden Werkreihen der Oldenburgerin sorgten schon auf vielen regionalen und überregionalen Ausstellungen für Beachtung,  im Rahmen der BBK auch im Ausland, wie Israel oder Großbritannien.  2016 erhielt sie den Förderpreis Kulturelle Bildung in der Kategorie schoOL'n'Art für die Projektausarbeitung „Raumerfahrung und Architektur” .

DIABOLO: Wie sind Sie zur Fotografie gekommen?
Barelmann: Es war schon immer mein Wunsch, einen kreativen Beruf auszuüben. Nach der Ausbildung zur Friseurin bin ich nach Berlin gezogen, um mich von der kulturellen und kreativen Vielfalt inspirieren zu lassen. Dort kaufte ich meine erste analoge Kamera, eine Canon A1, und streifte durch die Straßen von Berlin, auf der Suche nach interessanten Motiven. Zwei Jahre nach der Geburt meines Kindes kam ich dann zurück nach Oldenburg.  Auf der Suche nach kreativem Austausch als alleinerziehende Mutter wurde ich auf den Verein „Donna 45“ aufmerksam. Dort hatte ich die Möglichkeit, Fotokurse anzubieten und konnte so mit anderen Menschen meine Leidenschaft für die Fotografie teilen. Um die künstlerische Arbeit noch zu intensivieren, entschloss ich mich 2000 für ein Studium der freien Kunst an der Kunstschule Hannover. Es folgte mein Diplom für Fotografie und Bildhauerei.
DIABOLO: Was möchten Sie mit Ihrer Kunst bewirken?
Barelmann: Ich möchte mit anderen Menschen über meine Kunst ins Gespräch kommen. Sichtweisen verändern und ein reger Austausch über gesellschaftsrelevante Themen sind mir sehr wichtig.
DIABOLO: Mit welchen Themen setzen Sie sich auseinander?
Barelmann: Mein Interesse gilt den Räumen der Vergangenheit, die zu Gegenwartsräumen konstruiert und montiert werden. Unterschiedliche Zeit- und Raumebenen fügen sich zu einem Raumkonstrukt zusammen. Den Raum als Leere, der sich in  Zeitebenen verhält, verknüpfe ich in einigen meiner Arbeiten. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft werden zu einem Zeitfenster, welches sich zueinander verhält. Es entsteht ein Spannungsverhältnis zwischen Raum und Zeit. Der Blick aus der Zukunft in die Gegenwart ist ein wichtiger Aspekt meiner neuen Arbeit.
DIABOLO: Wo und wie arbeiten Sie?
Barelmann: Ich arbeite an verschiedenen Orten. Meine Arbeit beschränkt sich nicht nur auf die Montagen am Rechner. Denn nach einer thematischen Auseinandersetzung ziehe ich mit der Kamera los, um geeignete Motive zu finden, welche anschließend fragmentarisch zu einem Gesamtwerk montiert werden.
DIABOLO: Ihre kreative Eigen-Art?
Barelmann: Ich arbeite in einem geordneten Chaos, lege thematische Ordner an, um bei Bedarf darauf  zurückgreifen zu können. Es gibt Motive, die in jeder meiner Arbeiten vorkommen. Oft werden diese wiederkehrenden Elemente versteckt und dem Blick des Betrachters entzogen oder es sind Fragmente des Gegenstandes zu entdecken.  
DIABOLO: Ein Höhepunkt in Ihrer bisherigen Arbeit?
Barelmann: Diverse Ausstellungen im In- und Ausland sowie in Kunstvereinen und Galerien.
DIABOLO: Ein aktuelles Projekt?
Barelmann: Es sind inklusive Projekte im Blauschimmel Atelier geplant. Ansonsten befasse ich mich mit einem kleinen Filmprojekt zum Thema „Skills“.  
DIABOLO: Wo ist Ihre Kunst zu sehen?
Barelmann: Natürlich immer auf meiner Webside im Internet. Meine nächste öffentliche Ausstellung unter dem Titel „Akzeleration“ findet am 16. November 2018 in den Räumen des Niedersächsischen Studieninstituts für kommunale Verwaltung in Oldenburg, Rosenstraße 14 – 16, statt. Außerdem beteilige ich mich an einer  Sonderausstellung des Stadtmuseums. Es geht um „Anerkennung! Von gesellschaftlichen Kämpfen um Teilhabe“. Sie läuft vom 11. November 2018 bis 13. Januar 2019.
DIABOLO: Was bedeutet Erfolg für Sie?
Barelmann: Nach dem erfolgreichen Abschluss einer thematischen Arbeit mit interessierten Besuchern über meine Werke ins Gespräch zu kommen.
DIABOLO: Wie lebt es sich als Künstlerin in Oldenburg?
Barelmann: Es lebt sich hier ganz gut als Künstler, die Stadt ist unaufgeregt und man kann seinen Tagträumen nachgehen. Allerdings wären mehr bezahlbare Atelierräume eine tolle Erweiterung der schon gegebenen kulturellen Vielfalt.
DIABOLO: Ein Wunsch, ein Plan, eine Vision?
Barelmann:Akzeptanz auf allen Ebenen des Lebens und für alle Menschen!

Kontakt: www.susanbarelmann.de

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