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Wochenzeitung DIABOLO:
Investitionen steigen
Verkehrsausschuss bespricht Radrouten und Ausbau des Sandweges18.10.2018

<i>Wochenzeitung DIABOLO:</i><br />Investitionen steigen<br />Verkehrsausschuss bespricht Radrouten und Ausbau des Sandweges

text und foto  |  Christoph Kienemann

Auf der Sitzung des Oldenburger Verkehrsausschusses am 15. Oktober diskutierten die Ratsmitglieder über den Ausbau des Sandweges sowie des Radroutennetzes und beschlossen eine  weitere Bewertung der Trassenvarianten für die Anbindung des Fliegerhorstes. Die Ausschusssitzung besuchten zahlreiche AnwohnerInnen des Sandweges, die den Ausbauplänen kritisch gegenüberstehen, da sie eine erhöhte verkehrliche Belastung des Sandweges befürchten.

Oldenburg hat einen hohen Anteil an Radverkehr, doch die Infrastruktur, auf der sich FahrradfahrerInnen bewegen, entspricht nicht immer den Anforderungen an moderne und zeitgemäße Radwege. Damit der Anteil des Radverkehrs in Zukunft noch weiter gesteigert werden kann, will die Stadt in Zukunft verstärkt in die Infrastruktur investieren. Dazu gehört auch die Verbesserung der Radrouten. Letztere stellen die Hauptverbindungen zwischen der Innenstadt und den Stadtteilen bzw. wichtigen weiteren Zielen sowie Nachbargemeinden dar. Dabei sollen die Radrouten einen „Premiumstandard“ im Vergleich zu den üblichen Radwegen aufweisen. Beispielsweise sollen die Ampeln entlang der Radrouten in besonderer Weise auf den Radverkehr ausgerichtet sein. Derzeit arbeitet die Verwaltung an der Umsetzung der Radrouten Süd und West, die Route Nord befindet sich derzeit in der Planung. Darüber hinaus sollen in Zukunft auch radiale und tangentiale Radrouten geplant werden, die als Querverbindungen fungieren.  „Es ist gut, dass wir grundsätzlich auf den gleichen Weg wollen“, kommentierte Sascha Brüggemann (Grüne) die Pläne der Verwaltung. Man wolle aber in Zukunft schneller mit dem Ausbau der Radrouten vorankommen. Die Grünen hatten beantragt, dass die zukünftigen Radrouten an verkehrsarmen Straßen entlang geführt werden sollen und ab dem Jahr 2020 mit der Modernisierung und einem sukzessiven Lückenschluss begonnen werden soll. Der Antrag wurde mit den Stimmen von SPD und CDU vertagt. Die Verwaltung kündigte im Hinblick auf den Haushalt 2019 an, dass sich die Investitionen für die Radinfrastruktur verdoppeln werden.
Beschlossen wurde hingegen der Antrag der Ratsfraktion von Bündnis‘90 / Die Grünen, auch die Trassenvarianten 1 und 2 sowie 3a, 3b und 3c der Anbindung des Fliegerhorstes einer Bewertung durch das Büro Diekmann & Mosebach zu unterziehen. Bisher war dies nur für die Varianten 4 und 5 erfolgt. Während sich OB Krogmann und die SPD-Fraktion bereits auf die Trassenvariante 5 festgelegt haben, hat die Mehrheit des Rates inzwischen Zweifel daran, ob diese Trassenführung tatsächlich diejenige ist, die Flora und Fauna am geringsten beeinträchtigt. Letzteres soll nun durch die neue Bewertung geklärt werden. CDU und Linke/Piraten unterstützten den Antrag der Grünen.
Breit diskutiert wurden die Vorplanungen der Verwaltung für den Ausbau des Sandweges zwischen Buswendeanlage und Müllersweg. Nach dem Ausbau soll die Straße eine Fahrbahn von 6,0 m Breite mit einseitigem ca. 2,40 m breitem Gehweg aufweisen. Zudem soll die derzeit bestehende Gewichtsbeschränkung von 5 Tonnen aufgehoben werden. Die AnwohnerInnen des Sandweges sehen die Ausbaupläne der Verwaltung kritisch. Sie befürchten, dass die Straße einer größeren verkehrlichen Belastung ausgesetzt werden wird, insbesondere auch durch einen möglichen LKW-Verkehr. Um diesen zu vermeiden, brachte Christoph Baak (CDU) ein LKW-Durchfahrtsverbot ins Spiel. Die Verwaltung versprach ein solches zu prüfen, allerdings gelte es zu bedenken, dass hierdurch ein möglicher Präzedenzfall geschaffen werden könnte. „Grundsätzlich sollen alle VerkehrsteilnehmerInnen eine öffentliche Straße auch nutzen können“, erklärte Johann de Buhr von der Stadtverwaltung. Mit dem Beginn der Bauarbeiten ist derweil nicht vor 2020 zu rechnen. Zunächst soll der Ausbau der Bremer Heerstraße realisiert werden.

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