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Wochenzeitung DIABOLO:
Die Natur aufräume: Taucher reinigen den Bornhorster See in Oldenburg04.10.2018

Text  |  Christoph Kienemann

Noch bis zum Februar 2019 kooperieren Aktive des NABUs mit dem Tauchsport Landesverband Niedersachsen, um konkret etwas für den Naturschutz zu tun.
Ab dem 6. Oktober um 10 Uhr soll der Kleine Bornhorster See gereinigt werden. Aktive des NABUS, des Tauchsportverbandes Niedersachsen und des Oldenburger Fischereivereines treffen sich auf dem Parkplatz „Am Bornhorster See“ und starten die Unterwasser-Aufräumaktion. „Die Verschmutzung der Meere ist in den Medien ein viel beachtetes Thema. Weniger bekannt, gleichwohl ähnlich drängend, ist die Situation in den heimischen Seen. Oftmals sind es Sporttaucher, die bei der Ausübung ihres Natursports  unter Wasser Flaschen, Kanister, Gartenstühle und andere Gegenstände aus der Oberwelt finden. Ehrenamtlich Aktive aus NABU-Gruppen kennen dieses Problem ebenfalls aus den von ihnen betreuten Gebieten“, erklärt Rüdiger Wohlers vom NABU Oldenburg. Letzterer ruft die OldenburgerInnen zudem dazu auf, die Aktiven bei ihrer Aufräumaktion zu unterstützen. „Wer mitmachen möchte, vom Ufer aus den Müll sortieren und in Container und Säcke füllen zu helfen, ist höchst willkommen“, so Wohlers weiter.
Wichtig ist die NABU-Aktion dabei nicht nur, weil der Müll vielleicht für Menschen zum Problem werden könnte, sondern vor allem, weil der Abfall auf und unterhalb der Wasseroberfläche sowie auf dem Grund von Gewässern eine Gefahr für alle Lebewesen darstellt. Der Müll schädigt das Ökosystem der Seen und verrottet oft erst nach mehreren Jahren oder im Fall von Plastik, erst nach Jahrhunderten. Allerdings ist auch dieser Verrottungsprozess mit großen Belastungen für die Umwelt verbunden. Dabei erfolgen 80 Prozent der Mülleinträge über Zuflüsse vom Land, die restlichen 20 Prozent erfolgen direkt auf den Gewässern. Die Schifffahrt, die Fischerei und die Offshore-Industrie tragen insbesondere durch verlorene Ausrüstung zur Verschmutzung der Meere bei.
Mit dem NABU-Projekt „Abtauchen zum Aufräumen“ kommen nun Experten von Land und Wasser zusammen, um sich gemeinsam dem Problem der Müllbeseitigung zu stellen. Das Projekt wird dabei gefördert von der niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung. Neben der Müllbeseitigung legt das Projekt auch einen Fokus auf das Thema der Umweltbildung. Daher soll die Problematik des Mülls in Gewässern auch nicht-tauchenden Interessierten vermittelt werden. Kinder und Jugendliche können zu diesem Zweck an „Müllsafaris“ in Ufernähe teilnehmen und ihr Wissen auf spielerische Art erweitern. Schulungen sollen Basiswissen zum richtigen Verhalten bei der Müllbergung vermitteln und auch über mögliche Gefahrenstoffe für Mensch und Umwelt informieren.

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