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Wochenzeitung DIABOLO:
Künstler von Hier: 11 Fragen an … Heike Bedenk04.10.2018



Interview und Foto  |  Karin Peters


Man muss halt aufpassen.“ Die 55jährige Künstlerin liebt „heavy metall“. Sie fertigt daraus Objekte von besonderem ästhetischen Reiz. Gern auch in Kombination mit Holz, Glas, Papier oder anderen „Fundstücken“. Thematisch bilden ihre Kunstwerke oft innere Landschaften ab, Spannungsfelder zwischen Ruhe und Bewegung, Aufbrechen und Ankommen, den Balanceakt um die eigene Mitte. Sie selbst hat ihren künstlerischen Mittelpunkt in der Ateliergemeinschaft diKKelinde, direkt am Huntekanal, gefunden. Übrigens Oldenburgs älteste Künstlergruppe dieser Art. Da hier noch weitere BildhauerInnen mit „schwerem Gerät“ zur Sache gehen, ist gegenseitiges Verständnis kein Problem. Hauptberuflich arbeitet Bedenk als Erzieherin an der Förderschule Borchersweg.



DIABOLO: Wie sind Sie zur Bildhauerei gekommen?
Bedenk: Ich mochte schon immer gerne mit den Händen arbeiten und kreativ sein. Ich habe verschiedene Materialien ausprobiert. Genäht, Möbel gebaut, Arbeit mit Ton. Im Jahr 2000 absolvierte ich dann meinen ersten Schweißkurs an der VHS Oldenburg und das Metall hat mich nicht mehr losgelassen. Zunächst habe ich dort regelmäßig die offene Werkstatt genutzt  und mich weitergebildet. Bis ich mir 2002 zu Hause eine eigene Werkstatt eingerichtet habe und   2014 der Ateliergemeinschaft diKKelinde beigetreten bin.  
DIABOLO: Was möchten Sie mit Ihrer Kunst bewirken?
Bedenk: Ich arbeite mehr für mich, freue mich aber sehr, wenn interessierte Menschen über meine Kunst ins Gespräch kommen oder ihre Gedanken und Eindrücke mitteilen.
DIABOLO: Mit welchen Themen setzen Sie sich auseinander?
Bedenk: Ich mag Schiffe, sie können wegfahren, aber auch wieder nach Hause kommen, sie können transportieren oder einfach irgendwo an Land liegen. Häuser bekommen auch oft einen Platz in meinen Objekten. Weggehen, wieder nach Hause kommen. Man kann sein Haus auch mitnehmen. Deshalb bekommt es  Räder. Oft findet man auch kleine Figuren, Menschen, die balancieren oder auf einem Boot schippern, irgendwo hinauf klettern, sich einfach niederlassen oder in Beziehung zueinander treten. Bewegung finde ich auch sehr spannend und vielfältig. Schieben, ziehen, fahren, schaukeln...
DIABOLO: Wo und wie arbeiten Sie?
Bedenk: In der Ateliergemeinschaft Dikkelinde. Dort kann ich auch meine Fundstücke vom Schrottplatz lagern. Metall gibt es in unterschiedlichsten Formen. Glatte Bleche, Rundstahl, rostiger Draht undsoweiter. Manche Dinge finde ich einfach, weil mich die Form anspricht, bei anderen habe ich sofort eine Idee, was es werden soll. Es kommt auch vor, dass angefangene Plastiken lange warten müssen, weil ich noch nicht zufrieden bin. Ich gebrauche das Schweißgerät, um etwas zusammenzufügen oder Figuren aufzubauen und  zum Trennen und Schleifen den Winkelschleifer oder kurz: die Flex. Ich verwende auch gern andere Materialien zusammen mit dem Metall, zum Beispiel Holz. Es gibt dem meistens kalt wirkenden Metall Wärme und spannende Kontraste. Ich bearbeite es mit der Kettensäge. Es wird glatt geschliffen oder darf rau und grob bleiben. Auch Papier, Glas und Steine sind in meinen Arbeiten zu finden.
DIABOLO: Ihre kreative Eigen-Art?
Bedenk: Ich meine, die Verbindung von Metall mit anderen Materialien ist schon eine Besonderheit und für mich genau richtig. Wenn ich mal keine Lust auf Krach habe – denn das Arbeiten mit der Flex ist laut und dreckig – konzentriere ich mich mehr auf die Arbeit mit Papier, Keramik oder Glas, was ich dann aber zu Hause mache. Dort habe ich Raum dafür und kann auch mal kurz an einer Idee arbeiten.
DIABOLO: Ein Höhepunkt in Ihrer bisherigen Arbeit?
Bedenk: Die Ausstellung in der NWZ-Galerie 2009, aber eigentlich doch eher die Ausstellung zum 20jährigen Bestehen des Ateliers Dikkelinde in diesem Jahr. Es waren so viele interessierte Menschen dort.
DIABOLO: Ein aktuelles Projekt?
Bedenk: Eigentlich arbeite ich kontinuierlich an meinen Objekten. Vielleicht gibt es noch eine Weihnachtsausstellung im Atelier, mal sehen...wir sind noch in der Planung.
DIABOLO: Wo ist Ihre Kunst zu sehen?


Bedenk: Wer möchte, kann gern in meinem Atelier vorbeischauen, dort sind viele Plastiken zu sehen.
DIABOLO: Was bedeutet Erfolg für Sie?
Bedenk: Anerkennung und Interesse an meiner Arbeit, gute Gespräche. Natürlich freue ich mich auch, wenn ich etwas verkaufe.
DIABOLO: Wie lebt es sich als Künstlerin in Oldenburg?
Bedenk: Es ist schön, die Möglichkeit zu haben, künstlerisch zu arbeiten. Einmal räumlich und auch, sich mit anderen Menschen zu treffen und sich auszutauschen.
DIABOLO: Ein Wunsch, ein Plan, eine Vision?
Bedenk: Dass die Ideen nicht ausgehen, neue Ausstellungsmöglichkeiten finden...und natürlich gesund bleiben!

Kontakt: Atelier diKKelinde, Uferstraße 76, 26135 Oldenburg, Tel. Heike Bedenk: 0441/6001742, Mail: h.bedenk@web.de

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