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Wochenzeitung DIABOLO:
Museen vor Wandel
Neuausrichtung des Stadtmuseums und Profilschärfung des Horst Janssen Museums Thema im Kulturausschuss20.09.2018

TEXT | Christoph Kienemann

Oldenburgs Museen stehen vor vielfältigen Herausforderungen. Während das Stadtmuseum vor einer möglichen völligen Neuausrichtung samt Neubau steht, befasst man sich im Horst Janssen Museum mit einer Profilschärfung, durch die in Zukunft wieder mehr BesucherInnen in das Haus kommen sollen. Inzwischen wurde derweil der Architektenwettbewerb für das neue Stadtmuseum gestartet. Nach Abschluss des Wettbewerbes soll der Rat im ersten Quartal 2019 über den Bau entscheiden. Dabei dürften auch die Kosten eine wichtige Rolle spielen.

In den vergangenen zwei Jahren hat die Oldenburger Stadtverwaltung die Rahmenbedingungen für den Neubau eines Stadtmuseums entwickelt. Letztere ergeben sich aus den Ergebnissen der Bürgerbeteiligung, der Machbarkeitsstudie und dem Grobkonzept für das neue Stadtmuseum. Auf Basis dieser Ergebnisse wurde nun ein Architektenwettbewerb gestartet, der bis zum Ende des Jahres ein Ergebnis liefern soll, über das dann der Rat abstimmen muss. Läuft alles nach Plan, dann könnte bereits im kommenden Jahr ein Bebauungsplan aufgestellt und mit der Ausschreibung des Verfahrens begonnen werden. Der Beginn der Baumaßnahmen könnte dann im Jahr 2020 terminiert werden und bereits 2022 könnte der Neubau bezogen werden. Bis dahin ist es aber noch ein weiter Weg. Zunächst muss sich zeigen, ob der Architektenwettbewerb ein Ergebnis liefert, dass den Anforderungen der Verwaltung an den Neubau gerecht wird und letzteren im vorgegebenen Kostenrahmen realisieren kann. Derzeit rechnet die Verwaltung mit einem Investitionsvolumen von 17 Millionen Euro, wovon 14,5 Millionen Euro auf die Baukosten entfallen, während 2,5 Millionen Euro für die Einrichtung des Museums aufgebracht werden müssen. Die Stadt wird die Kosten jedoch nicht alleine tragen müssen, sondern konnte bereits 8,5 Millionen Euro an Fördergeldern aus dem Bundeshaushalt einwerben. Nicole Deufel, Leiterin des Amtes für Museen und Sammlungen, betonte, dass in der Gesamtsumme auch die Kosten für eine neue Dauerausstellung, eine erste Sonderausstellung und für ein Programm während der Bauzeit enthalten sei. Eine genaue Kostenkalkulation werde die Verwaltung vorlegen, wenn der Beschluss des Rates ansteht.
Grundsätzlich unterstützt die Politik das Projekt weiterhin. „Der Neubau ist ein wichtiges Kulturprojekt, das wir unterstützen werden“, so Christiane Ratjen-Damerau (FDP). „Dass der Bund das Projekt fördern will, zeigt wie relevant der Neubau ist“, betonte Nicole Piechotta (SPD). Die VertreterInnen von Grünen und Linken betonten vor allem, dass die Finanzierung nicht aus dem Ruder laufen dürfe und auch die zukünftigen Betriebskosten berücksichtigt werden müssen.
Warum eine Neuausrichtung der städtischen Museen notwendig ist, zeigt ein Blick auf die Besucherzahlen. Insbesondere das Horst Janssen Museum verlor in den vergangenen Jahren kontinuierlich an Zuspruch. Im Jahr 2016 kamen z.B. nur noch 26.483 Menschen in das Museum für Grafik und Zeichnung. Museumsdirektorin Jutta Moster-Hoos denkt daher seit längerem über eine Profilschärfung des Hauses nach. Diese soll zwar auch in Zukunft weiter dem Werk Horst Janssens gewidmet bleiben, sich aber mehr noch dem in der Kunst aktuell virulentem Thema der Zeichnung widmen. In der Vergangenheit hätten beispielsweise Ausstellungen zu Graphic Novels gezeigt, dass das Museum auch ein jüngeres Publikum anziehen kann, diesen Weg wolle man weiter gehen.

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