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Wochenzeitung DIABOLO:
Begegnungsraum
Die Kaiserstraße im Bahnhofsviertel20.09.2018

<i>Wochenzeitung DIABOLO:</i><br />Begegnungsraum<br />Die Kaiserstraße im Bahnhofsviertel

TEXT und FOTOS | Christoph Kienemann

Die Kaiserstraße im Oldenburger Bahnhofsviertel hat in den vergangenen Jahren große Veränderungen erlebt. Im Rahmen der Sanierung des Bahnhofsviertels wurde die Straße nicht nur ausgebaut und hat damit ihr Erscheinungsbild gründlich verändert, vielmehr zeugt die Straße auch vom Wandel des Bahnhofsviertels vom ehemaligen Rotlichtbezirk zum modernen Stadtquartier.  

Wer Oldenburg per Zug erreicht und den Bahnhof in Richtung Innenstadt verlässt, dem fällt sofort das graue Wohn- und Bürogebäude auf, das den Eingang zur Kaiserstraße überspannt. 1973 vom Architekten Reinhard Fritsch geplant, markiert das Gebäude seit dem den Eingang in die Oldenburger Kaiserstraße. Fritsch füllte mit dem Komplex eine Baulücke, die an dieser Stelle nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden war. Denn die Bebauung am Bahnhofsplatz nahm während des Krieges Schaden und wurde nicht in ihrer ursprünglichen Form wiederhergestellt. Ursprünglich wurde die Kaiserstraße als repräsentative Zufahrt zum Hauptbahnhof angelegt. Vom Stau sollte man sofort das Tor zur Stadt erblicken können. Heute versperrt das Bürogebäude diese Sichtachse. Ihre Funktion als Erschließungsstraße für den Hauptbahnhof hat die Straße heute weitestgehend eingebüßt und an ihr lässt sich ein weiterer Wandel ablesen. Begrüßte lange Jahre ein Erotik-Laden, der sich im Fritsch-Haus angesiedelt hatte Bahnreisende, ist dort nun eine Bäckerfiliale angesiedelt. In der Kaiserstraße befand sich bis vor kurzem auch noch das Pornöchen, ein Porno-Kino mit Sex-Shop, das allerdings ebenfalls seine Pforten geschlossen hat. An diesen Teil der Geschichte des Bahnhofsviertels erinnert heute nur noch der Goldene Anker. Die Zukunft des selbst ernannten Oldenburger Wahrzeichens ist aber nach dem Verkauf des Gebäudes ungewiss. Vom immer weiter fortschreitenden Wandel des Bahnhofsviertels betroffen, war zuletzt auch die Tankstelle an der Ecke Kaiserstraße und Bleicherstraße. Die 1955 errichte Tankstelle steht teilweise unter Denkmalschutz und soll möglichst erhalten werden.
Dennoch hat sich die Kaiserstraße trotz des Wandels viel Charme bewahrt und ist zu einem kleinen Begegnungsraum geworden. Hier trifft sich die kreative Szene Oldenburg bei Käthe Kaffee, oder man verweilt in einer Shisha-Bar. Daneben hat das Deutsche Rote Kreuz in der Kaiserstraße ein Begegnungszentrum eingerichtet, das Angebote zwischen ehrenamtlich Engagierten und zugewanderten Oldenburger NeubürgerInnen etablieren soll. Auch hier trifft man sich bei einem Kaffee und kann mit den unterschiedlichsten Menschen in Kontakt treten. Schon lange hat auch die Oldenburger Tafel ihren Sitz in der Kaiserstraße. Die gute Erreichbarkeit und die Nähe zum Bahnhof machen die Straße für soziale Einrichtungen attraktiv. Ein besonderes Angebot hält zudem das Kolping Jugendwohnheim bereit. Hier sollen junge Erwachsene, die für eine Ausbildung nach Oldenburg kommen eine günstige Unterkunft finden. Auch StudentInnen, BlockschülerInnen oder PraktikantInnen können hier eine Bleibe finden.

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