LzO
OLDENBURG
Montag

25

Juni

X-Cut
MoX-DIABOLO Ratgeber
Kauflust
FZO Elektra

Aktuelles

Wochenzeitung DIABOLO:
Weiter wachsen
Stadtverwaltung will verstärkt Gewerbeflächen entwickeln07.06.2018

<i>Wochenzeitung DIABOLO:</i><br />Weiter wachsen<br />Stadtverwaltung will verstärkt Gewerbeflächen entwickeln

Text und foto  |  Christoph Kienemann

Oldenburg soll auch in Zukunft weiter wachsen und neue Gewerbe anziehen, so lautet der Wunsch der Stadtverwaltung. Dafür sollen in Zukunft neue Gewerbeflächen entwickelt werden, damit die Stadt weiterhin ein attraktiver Standort für innovative Unternehmen bleiben kann. Die Stadtverwaltung geht davon aus, dass bis 2030 ca. 64 Hektar (ha) an Gewerbeflächen benötigt werden.

„Wir sehen, wie wichtig es ist, eine vorausschauende Entwicklung von Gewerbeflächen voranzutreiben, sie sind ein wichtiger Beitrag zum wirtschaftlichen Erfolg der Stadt“, so Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. „Wir wollen den Betrieben weiter gute Möglichkeiten bieten, sich in Oldenburg zu vergrößern oder neu anzusiedeln.“ Um sich einen Überblick über die Potenziale im Bereich Gewerbeflächen zu verschaffen, hat die Stadt durch die Beratungsfirma CIMA ein Gutachten erstellen lassen. „Das Gutachten geht von einer weiterhin hohen Nachfrage aus. Insofern werden im Betrachtungszeitraum bis 2030 weitere 64 ha benötigt, um die zu erwartende Nachfrage zu decken“, erklärt Klaus Wegling, Leiter der Wirtschaftsförderung der Stadt. In den vergangenen 12 Jahren wurden dabei ca. 50 ha an Gewerbeflächen verkauft, pro Jahr also etwa 4,4 ha.
Dabei ist die Ermittlung der benötigten Flächen nicht das Hauptproblem der Stadt, schwieriger erweist sich hingegen, dass die Stadt nicht auf alle, bisher als potenzielle Gewerbeflächen ausgewiesene Gebiete, zugreifen kann. Viele der potenziellen Gewerbeflächen befinden sich bisher im Privatbesitz. „Rechnerisch können wir zwar den Bedarf decken, aber auf viele Flächen haben wir keinen Zugriff, es bestehen Restriktionen durch den Naturschutz oder die Eigentümer haben andere Vorstellungen, als eine gewerbliche Entwicklung“, erläuterte Wegling. Daher will die Stadt nun neue Gewerbeflächen entwickeln. Dabei sollen die Flächen auf dem Fliegerhorst (etwa 20 ha) eine zentrale Rolle spielen. Damit sich hier neue Unternehmen ansiedeln können, sei der Bau einer Entlastungsstraße erforderlich, so Krogmann. Weitere Möglichkeiten für eine Gewerbeentwicklung bestünden nördlich des Krugwegs (an der BAB 293) und an der Holler Landstraße. Hier müssten dann im Bedarfsfall Flächen von der Stadt angekauft werden. „Ich werde mich nachdrücklich dafür stark machen, die erforderlichen Flächen zu entwickeln, wir rechnen schließlich mit einem starken Bevölkerungs- und Beschäftigungszuwachs bis 2030“, betonte OB Krogmann. Um neue  Unternehmen in der Stadt anzusiedeln sei es zudem wichtig, bereits entwickelte Flächen vorzuhalten, um diese den Unternehmen anbieten zu können, erklärte der OB: „Die Ansiedlung des Helmholtz-Institutes konnte nur gelingen, da wir eine passende Fläche bereits entwickelt hatten.“
Die Gutachter der CIMA gehen derweil davon aus, dass insbesondere die Dienstleistungsbereiche weiter wachsen werden. Die Stadt müsse daher auf die unterschiedlichsten Anforderungen reagieren können. „Die Palette reicht von eher traditionellen Bürogebäuden, bis hin zu hochmodernen Forschungseinrichtungen, wie sie derzeit etwa in der Nähe der Universität entstehen“, so Klaus Wegling. Die Gutachter rechnen mit 13.000 neuen Arbeitsplätzen, die bis zum Jahr 2030 in Oldenburg entstehen könnten und beziehen sich dabei auf Zahlen der Agentur für Arbeit. Die CIMA empfiehlt der Stadt daher eine strategische Bodenvorratspolitik, mit der frühzeitig geeignete Flächen angekauft und entwickelt werden sollen. Freiwerdende Gewerbeflächen sollten zudem erhalten bleiben und nicht als Flächen für den Wohnungsbau verwendet werden. Flächen, die sich bereits im öffentlichen Besitz befinden, sollten nach Meinung der CIMA mit Nachdruck entwickelt werden und sukzessive dem Markt zur Verfügung gestellt werden. Damit der Plan aufgeht, wünscht sich der Oberbürgermeister auch ein konsequenteres Handeln der Politik. In der Vergangenheit seien beispielsweise Flächen angekauft worden, mit dem Ziel, diese als Gewerbeflächen zu entwickeln. Später seien dann gegenteilige Beschlüsse erfolgt.

Kommentare

Keine Kommentare vorhanden.

Um hier Kommentare abgeben zu können müssen Sie sich erst Anmelden!

Benutzername:     Passwort:    

Wenn Sie Ihr Passwort vergessen haben oder Sie sich registrieren wollen Klicken Sie bitte hier.


Foto:
Oldenburger Kultursommer

Hier geht es zu den aktuellen Ausgaben

Suche:

direkte Antwort ohne Umwege!

Veranstaltungen

Datum bis
Kategorie
Ort
Location
Festival

Kleinanzeigen

DATENSCHUTZ | IMPRESSUM