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Einfach schwimmen14.04.2018



Nachdem die Stadtverwaltung ein Gutachten präsentierte, dass den Neubau eines Vitalbades empfahl, machten sich zuletzt Politik und Verwaltung auf Besichtigungstour nach Osnabrück und Rees in Westfalen. Schließlich gilt es, nicht nur die Wirtschaftlichkeit im Auge zu behalten, sondern auch die Interessen des Sportes und der Schulen.
Eine schnelle Entscheidung über die Zukunft der Oldenburger Bäderlandschaft ist nicht zu erwarten. Oberbürgermeister Jürgen Krogmann kündigte auf der Sitzung des Sportausschusses am 11. April einen Beschlussvorschlag der Verwaltung an, mit dem er der Politik eine Entscheidungsgrundlage bieten möchte. „Derzeit werten wir die Besichtigungen der Bäder in Osnabrück und Rees aus und wollen dann eine Vorlage erstellen. Dann muss die Politik entscheiden“, so Krogmann. Die Oldenburger Politik findet derweil besonderen Anklang an einem der Bäder, die besichtigt wurden. In Rees besuchte man ein sogenanntes „Simply Swimming“ Bad. Dabei geht es um einfache Schwimmbäder, die auf die Bedürfnisse von Schulen und Sportvereinen ausgerichtet sind und bei denen nicht etwa Wellness- oder Gesundheitsaspekte im Vordergrund stehen, sondern das Schwimmen. Das Konzept hierzu wurde in den Niederlanden entwickelt. Im Jahr 2009 entwickelte man hier ein Konzept, das die Knappheit der Wasserflächen für den Schwimmsport beheben sollte um auf diese Weise die Potenziale des Schwimmsportes für die Gesundheitsförderung zu nutzen. Zu diesem Zweck entwickelte man ein Schwimmbadmodell, das möglichst kostengünstig sein, und dennoch optimale Bedingungen für den Schwimmsport bieten sollte. Geringen Kosten sollten gut kalkulierbare Einnahmen aus der Vermietung an Schulen und Sportvereine gegenüber stehen. Diese Konzentration auf das Wesentliche kommt auch in Oldenburg an.
„Das Simply Swimming Konzept hat uns beeindruckt“, erklärte Rita Schilling für die Fraktion von Bündnis’90 / Die Grünen. Da durch das Konzept die Bedürfnisse des Vereins-, Schul- und Behindertensports abgedeckt werden könnten, sollte es auch in Oldenburg diskutiert werden, so Schilling weiter. Auch die CDU sprach sich dafür aus, dass das Simply Swimming Modell in die kommenden Diskussionen einbezogen werden sollte. In den Niederlanden wird Simply Swimming bereits in 30 Bädern praktiziert.
Die Investitionen in die Infrastruktur werden unterdessen wohl nicht nur bei den Schwimmbädern der Stadt Halt machen. Der Stadtsportbund präsentierte im Sportausschuss eine Liste mit Investitionsvorhaben, die als Grundlage für eine Debatte über die Zukunft der Sportstätten in Oldenburg dienen soll. Darin enthalten sind unter anderem 8 Kunstrasenplätze, eine Dreifeldhalle und eine Schwimmhalle mit 50-Meter-Bahnen. Insgesamt umfasst die Liste Investitionen im Wert von 28,6 Millionen Euro. „Wir sind bei den Schwerpunkten ähnlich unterwegs und die Liste deckt sich im großen und ganzen mit unseren Bedarfserwartungen“, kommentierte OB Krogmann das Investitionsprogramm des Stadtsportbundes.
Text: Christoph Kienemann
Foto: Rüdiger Schön

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