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Autofreier Sonntag? 1.12.11

Oder eine Grüne Stadtplanung.
Ein autofreier Sonntag in Oldenburg, brauchen wir das? An dieser Frage toben sich Leserbriefschreiber und Kommentatoren in der Oldenburger Lokalpresse aus. Es geht um über 100.000 Euro, die dieser Tag kosten soll und die Frage, ob die Oldenburger nicht schon längst wissen, wie gut Fahrradfahren für sie ist. Doch nur weil viele Menschen hier Fahrrad fahren, ist diese Stadt nicht frei von großen Verkehrsproblemen. Beispiel: Die Nadorster Straße. Diese stark befahrene Autostraße mit schmalen Rad- und Fußwegen lässt kaum Lebenqualität zu. Geschäfte stehen leer und viel Gebäude hätten eine Sanierung nötig. Wer hier wohnt, muss hart im Nehmen sein. Eine Situation, die sich an fast allen Oldenburger Ausfallstraßen findet. Nachwievor ist der Verkehr in Oldenburg  wie in den 60er Jahren konzipiert: Auf Ausfallstraßen fließt der Verkehr raus und rein, viel Platz für Autos und wenig Platz für die Menschen. Nur an kleinen Abschnitten sieht man, dass es auch anders geht, wie an der oberen Donnerschweer Straße und der Heiligengeiststraße. Warum also nicht im großen Stil menschenfreundliche Verkehrsplanung betreiben? Warum nicht darüber nachdenken, die Nadorster Straße zu einer Einbahnstraße zurückzubauen, mit breiten Geh- und Radwegen und einer angemessenen Begrünung, so dass es dort wieder Freude macht zu leben?
Die Redaktion

Kommentare

3.12.11, 17:00 Uhr - Gustav

Um das von Ihnen oben vorgestellte Ziel einer menschenfreundlichen Verkehrsplanung zu erreichen, brauchen wir den autofreien Sonntag nicht. Mittlerweile redet man von 130.000 Euro für den einen Tag, wo es vielleicht sogar regnet. Soll ja in OL vorkommen. Dafür Geld auszugeben, solange die Schulen darben oder Radfahrer in Ohmstede an der Elsflether Strasse winters im Berufsverkehr auf der Strasse fahren müssen, weil dort die Stadt den Radweg nicht räumt, halte ich für unverantwortlich. Gute Vorschläge muss man den Politikern beibringen, nicht den Bürgern. Die wissen schon vieles. Das Geld wird hier rausgeschmissen, wo es verkehrstechnisch nur geht. Erst baut man Haltebuchten für die Busse. Eine gute Idee. Dann baut man sie mit Steuermitteln wieder zurück, damit die Busse ein künstliches Hindernis für den Berufsverkehr sind. Die Autofahrer sind sauer und werden nicht auf den Bus umsteigen. Vorrang für den Busverkehr JA, der Bus als künstliches Hindernis NEIN. Wir sollten unsere wenigen Steuergroschen sinnvoll in der Bildung und für intelligente Verkehrskonzepte einsetzen. Aber wenn man an den Schulen spart, dann bleibt wohl auch der Grips für Ideen in der Stadtplanung weg. Gemeinsam sollten Politik, Bürger und Stadtverwaltung das Problem angehen. Und nicht jeder für sich.

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