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Wochenzeitung DIABOLO:
„Revolutionäre Energieform“
Willi Meinders, Energie-Blogger19.10.2017



Es klingt schier unglaublich. Aus nur einem Gramm Materie, so Willi Meinders, lässt sich ein Energie-Äquivalent von über 2 Millionen Liter Gasolin gewinnen.  Seit vielen Jahren beschäftigt sich der Mann aus Großefehn mit „Low Energy Nuclear Reaction – LENR“. Es ist eine neue, saubere und billige Form der Energiegewinnung, die als ‚kalte Fusion‘ beschrieben wird. Allerdings, das ist ihm besonders wichtig: „Ohne jede Radioaktivität.“
Bei allen bisherigen Versuchen sei nie radioaktive Strahlung gemessen worden.
Willi Meinders, geboren 1946, ist gelernter Bankkaufmann. Das habe ihn aber nie wirklich interessiert. So habe er sich als Autodidakt in viele Bereiche eingearbeitet. Zunächst arbeitete er im Personalbereich von Olympia in Wilhelmshaven, war später Prokurist bei Villeroy & Boch, um dann in den Vorstand einer großen Sportartikelfirma zu wechseln. Am Schluss seines Berufslebens arbeitete er als selbständiger Industrieberater. Inzwischen lebt Willi Meinders seit vielen Jahren als ‚aktiver Rentner‘ in seiner ursprünglichen Heimat in Großefehn. Er sei kein wirklicher Büromensch und eigentlich Zeit seines Lebens auf der Suche nach neuen Themen gewesen. Auf „LENR“ stieß er durch Zufall über einen Zeitungsartikel zum Thema Energie. Der habe ihn sehr fasziniert und bis heute nicht wieder losgelassen. So sei er auf die kalte Fusion gekommen.
Seit 1989 ist „LENR“ bekannt. Das Prinzip  funktioniere, könne aber noch nicht wissenschaftlich genau erklärt werden. Das sei im Übrigen bei sehr vielen bahnbrechenden Erfindungen so gewesen. Auch die Dampfmaschine sei beispielsweise erst nach dem Prinzip ‚Versuch und Irrtum‘ zur Entwässerung von Kohlegruben gebaut worden und konnte erst später in ihrer Funktionsweise genau wissenschaftlich erklärt werden.
Das hindere aber große Firmen wie die NASA, Boeing, Toyota, Mitsubishi und Airbus nicht daran, an der praktischen Anwendung dieser schier unerschöpflichen Energieform zu arbeiten. Und auch das amerikanische Militär sei bei der Entwicklung mit dabei. Die Technologie verbrauche praktisch keine Rohstoffe und habe keinerlei schädliche Emissionen. Sie könne zur Wärme- und Stromproduktion genutzt werden, sei billig, dezentral einsetzbar und damit direkt beim Verbraucher, ob privat oder in der Produktion, zu nutzen. So könnte außerdem der Bedarf an Leitungen und Transportwegen für Strom und Wärme minimiert werden. Für wen sich das alles ein wenig nach ‚Daniel Düsentrieb‘ anhört, dem nimmt Meinders gleich den Wind aus den Segeln: „Die Geräte sind inzwischen so weit, dass sie marktfähig sind.“ Auf die Frage, warum man dann so wenig in der Öffentlichkeit von dieser revolutionären Energiegewinnung höre, kann Meinders nur spekulieren: Es gebe große wirtschaftliche Interessen, etwa bei Ölproduzenten. Da entstehe dann starker Lobbyismus, um die neue Konkurrenz auszuschalten.
Meinders hält Vorträge zu diesem Energiethema. Bei einem solchen Vortrag vor wenigen Tagen im Fehmuseum Eiland, Westgroßefehn, kamen fast 100 Besucher. Eine Folgeveranstaltung ist bereits geplant. In Japan beschäftigen sich viele wissenschaftliche Institute und Universitäten mit dem Thema, in Europa sei es dagegen erstaunlich ruhig. Lediglich Schweden und Italien forschten hier in nennenswertem Maße. „Und in Deutschland“, so Meinders, „läuft derzeit überhaupt nichts.“ Um ‚LENR‘ besser bekannt zu machen, hat Willi Meinders unter www.coldreaction.net einen Blog ins Internet gestellt. Den betreut und aktualisiert der rüstige Rentner, nach Sichtung zahlreicher wissenschaftlicher Publikationen aus verschiedenen Ländern der Welt, täglich. Sein Blog verzeichne pro Tag rund 700 Zugriffe, etwa 20000 in jedem Monat. Besonders interessant: „Jeden Morgen verzeichne ich rund 50 Seitenzugriffe aus dem Silicon Valley“.

text und foto  |  Joachim Mittelstaedt

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