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Wochenzeitung DIABOLO:
Große Spielfreude...
...und technische Raffinesse zeichnet diese Gruppe aus – The Hooters29.06.2017



Den Jüngeren dürfte zum Stichwort Hooters vor allem die amerikanische Systemgastronomie gleichen Namens einfallen. Ältere Semester denken derweil eher an eine der populärsten US-Bands der 1980er Dekade – deren Hits noch heute in schönster Regelmäßigkeit im Programm von Classicrock-Radiosendern auftauchen. Zu recht, denn „All you Zombies“, „Johnny B.” oder „Satellite” sorgten schon seinerzeit bei fast jeder Party für volle Tanzflächen.

Das Hooters-Komponistenduo Eric Bazilian / Rob Hyman steuerte der 1980 gegründeten Band Songs wie diese bei. Drei sehr erfolgreiche Alben veröffentlichte man in dieser Dekade, wurde 85 zum Live-Aid-Festival in Philadelphia eingeladen und 90 zum Roger Waters-Spektakel von „The Wall“ in Berlin. So populär die Hooters hernach beiderseits des Atlantiks waren, favorisierten ihre Mitglieder in den 90ern dennoch zusehends mehr eigene Interessen.
Hitschreiber Hyman schrieb Senkrechtstarterin Cyndi Lauper „Time afterTime“ auf den Leib oder dachte sich zusammen mit Kollege Bazilian „One of us“ für Joan Osbourne aus.
Seit 2001 sind die Hooters wieder gemeinsam aktiv, wird durch die Welt getourt. Und jene für die Gruppe typische Mischung aus Folkrock, Pop, Reggae und Ska kommt beim Publikum bestens an. Es ist kaum zu glauben, dass diese Truppe seit mittlerweile 37 Jahren auf der Bühne steht. Erwartet werden darf ein Best-of-Abend, bei dem sich sechs ältere Mannsbilder als würdige Verwalter des eigenen Erbes beweisen – schon allein deshalb, weil sie mit großer Spielfreude, technischen Raffinessen und einer Instrumentenvielfalt reisen, die für begeisterte Reaktionen beim Zuhörer gut sind. Und wer weiß, vielleicht stimmen die Hooters im Zugabenteil sogar das auf deutsch verfasste Lied „Pissing in the Rhine” an _ mit dem Mitgrölrefrain „Eine gute Flasche Wein. Du bist nicht bei mir. Aber ich bin nicht allein. Hier mit ‘nem großen Bier. Pissing in the Rhine. Ich bin nicht allein.“ Ein Hooters-Song, den mit Sicherheit die wenigsten Fans der Gruppe kennen dürften _ geschrieben von Frontmann Bazilian, der mit seinen Deutschkenntnissen auch während des Konzerts nicht hinterm Berg hält. Auch dies hilft der Truppe, eine besondere Magie zwischen sich und ihrem Publikum hierzulande aufzubauen.

TEXT | H. E. wegener


The Hooters
Di. 4.7., 20:00 Uhr, Park der Gärten, Bad Zwischenahn

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