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Geschichten aus der Gruft26.05.2017







Es hat in Hollywood sicher bessere Ideen gegeben als aus der über Jahre hinweg sehr erfolgreichen Anthologie-Horrorserie „Geschichten aus der Gruft“ („Tales from the Crypt“) eine Kino-Reihe machen zu wollen. Zwei Filme entstanden 1994 und 1996. Beide waren hierzulande indiziert und sind jetzt wieder frei. Einer, „Ritter der Dämonen“, ist dabei ein wirklich spannend anzuschauender Film. Da ist der noch junge Billy Zane, der als Widerpart von Leonardo diCaprio in „Titanic“ ein paar Jahre später selbst zum Weltstar aufsteigen sollte (um heute meist in billigen Filmen von seinem kurzen Ruhm zu zehren), der hier den Collector gibt. Der ist ein ziemlich dämonischer Irrer, der dummerweise sechs Schlüssel zur Hölle besitzt. Was ihm fehlt ist Schlüssel Nummer 7. Doch dessen Besitzer weiß um die Macht des Schlüssels und hat kein Interesse, sich kampflos zu ergeben. Unterm Strich ist das nicht sonderlich originell. Aber es ist zügig inszeniert, die Schauspieler bieten allesamt eine Darbietung über Durchschnittswaren, das alles sieht ziemlich gut aus, das alles kann man sich ziemlich gut anschauen. Nur gibt es da auch noch „Bordello of Blood“, den zweiten Film, der auf der Serie basiert. Mit einer sexy Vampirlady in einem Freudenhaus, in dem die Kundschaft gleichzeitig als Futter dient. Leider ist das nicht sexy, sondern zotig, spannungsarm, vorhersehbar und auf eine dumme Art infantil-voyeuristisch - als wäre der Film aus der Perspektive eines 14-jährigen Jungen heraus inszeniert worden, der erstmals eine Frau in hübscher Unterwäsche sieht. Wer also zugreift: „Ritter der Dämonen“ bekommt einen Daumen hoch. „Bordello of Blood“... Nicht!
Jenseits der Fanzirkel kennen wohl nur wenige Kinogänger den Namen Ishirō Honda. Sagt man allerdings „Godzilla“, dann weiß jeder Bescheid. „Das Grauen schleicht durch Tokio“ zeigt den Meister allerdings von einer anderen Seite. Als durchaus versierten Spannungsregisseur. Da ist ein Kleinkrimineller, in den Straßen der japanischen Hauptstadt. Zurück bleibt nur seine Kleidung. Und dann ist da die Besatzung eines Fischkutters, die von einem Geisterschiff berichtet. Verschiedene Ereignisse, die nach und nach zusammenfinden und einen ansehnlichen B-Horror der Marke Spätfünfziger ergeben. Und zwar der oberen Qualitätsklasse. Mit einigen überraschenden Wendungen obendrein! Die BD/DVD enthält neben der deutschen auch die amerikanische Kinofassung und die längere japanische Version sowie Kommentare und ein Booklet. Ist aber auch, wie der Preis zeigt, ein Liebhaberobjekt.

Foto:
Oldenburger Kultursommer

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